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Index der Tagungen

THEMEN DER 97. TAGUNG (April 2006) Zum Anfang der Seite

"Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft"
„Grundkurs Homosexualität“ – Therapieleitlinien,
Weiterbildungscurricula und wie weiter?

Begeben sich Lesben und Schwule in psychiatrische oder psycho-thera-peutische Behandlung, ist auch heute noch nicht von vornherein ausgemacht, wie Behandelnde mit dem bedeut-samen Aspekt ihrer sexuellen Orientierung umgehen. Ebenso unklar ist, über welches konkrete Wissen die Behandelnden zu lesbischen und schwulen Lebenswelten verfügen.
Umfragen bei Psycho-therapeutInnen wie auch veröffentlichte Einzelfall-berichte zeigen, dass – offenbar unabhängig von der eigenen sexuellen Orientierung - TherapeutInnen teilweise sehr reflektiert und vorurteilsfrei mit lesbischen und schwulen KlientInnen arbeiten. Trotzdem ist eine gewisse Sorge bei den Hilfesuchenden durchaus berechtigt: Heterogene Qualität von Lehrbuchinhalten und das Fehlen von offiziell verab-schiedeten Anti-dis-krimi-nierungs-De-kla-rationen durch die Fach-gesell-schaften belegen dies ebenso wie die weitgehende Fehlanzeige zu Behandlungs-standards, -leitlinien oder zu entsprechenden Inhalten in Weiter-bildungs-curricula, z.B. für Psychologische Psycho-therapeuten oder in der Facharzt-weiterbildung. Aufgrund dieses gravierenden Defizits hängt das konkrete therapeutische Wissen bspw. über Coming out, lesbischwule Lebens-welten oder spezifische Krisen-situationen oft ab von persönlicher Einstellung, Erfahrung und Offenheit von Therapeuten, deren eigener Orientierung oder bis dahin gemachter, selektiver klinischer Eindrücke.

Der Vortrag nennt – ausgehend von einer Bestandaufnahme - mögliche Inhalte für entsprechende Leitlinien und Weiterbildungscurricula und will nicht zuletzt auch eine Diskussion anregen zu der Frage, auf welchen Wegen das bestehende Defizit durch die Zusammenarbeit mit Fachgesellschaften verringert und vielleicht langfristig beseitigt werden kann.

Literatur:
Cabaj R.P., Stein T.S. (1996): Textbook of Homosexuality and Mental Health. Washington DC, London: American Psychiatric Press
Heinrich T., Reipen M. (1998): Lesben und Schwule – die Klientel der unbekannten Art? In: Biechele U. (Hg.): Identitätsbildung, Identitätsverwirrung, Identitätspolitik – eine psychologische Standortbestimmung für Lesben, Schwule und andere. Berlin: DAH
Stakelbeck F., Frank U. (2003): From Perversion to Sexual Identity: Concepts of Homosexuality and Its Treatment in Germany. Co-published simultaneously in: Journal of Gay & Lesbian Psychotherapy Vol 7, pp. 23-46; and: Lingiardi V., Drescher J. (ed.) The Mental Health Professions and Homosexuality: International Perspectives, pp. 23-46, New York: Haworth Medical Press
Wallick M.M., Cambre K.M., Townsend M.H. (1992): How the topic of homosexuality is taught at U.S. medical schools. Academic Medicine 67: 601-603

Der Referent ist Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychotherapie, Ärztliches Qualitätsmanagement, Forensische Psychiatrie (DGPPN).

Workshop zur Hinterbliebenenversorgung in den Versorgungswerken
Am Samstag findet ab 10 Uhr ein Workshop mit Hans Hengelein vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit statt.
In diesem Workshop wird es um die Beratung einer angemessenen Reaktion auf die Praxis der ärztlichen Versorgungswerke zur Frage der Hinterbliebenenvorsorge bei eingetragenen Lebenspartnerschaften gehen. Falls jemand persönliche/spezifische Informationen oder Erfahrungen zu lokalen Versorgungseinrichtungen hat wäre dies für den Workshop bereichernd.

Balint-Gruppe
Schwierige oder misslungene Therapeuten-Klienten-Interaktionen lassen uns in der somatisch-medizinischen wie in der psychotherapeutischen Arbeit immer wieder enttäuscht oder verunsichert zurück mit dem Gefühl, unsere Klienten nicht verstanden, nicht erreicht zu haben. Hintergrund sind meist unbewusste oder unreflektierte Beziehungsaspekte, welche einer gelungenen Kommunikation entgegenstehen. Ziel der Balint-Gruppenarbeit ist es, diese zu entdecken, zu verstehen und - so weit möglich - aufzulösen.
Dass die eigene sexuelle Orientierung wie auch die der Klienten in die therapeutische Beziehung einfließt, ist unstrittig. Diese nicht immer wieder, wie in mehrheitlich heterosexuell orientierten Gruppen, zu erklären oder gar rechtfertigen zu müssen, stellt neben dem solidarischen Umgang der Teilnehmer untereinander, die große Stärke der Balint-Gruppe in der BASG dar. Martin

GAY-SPIRIT - Selbsterfahrung mit Archetypen
In Fortsetzung unserer Begegnungen mit dem Inneren Rat und dem Magischen Jüngling biete ich diesmal zwei Übungen alternativ an: Eine körperorientierte zur Begegnung mit dem Stamm der Männer, die Männer lieben, mit Musik und Bewegung und eine Visualisierungsübung im Rahmen der Begegnung mit dem Alten Weisen (auch der Magische Jüngling taucht wieder auf), sie heißt „Dein Selbst zurückgewinnen“. Christian
(Literatur: John R. Stowe. Gay Spirit – Eine Selbstentdeckungsreise für Männer, die Männer lieben)

THEMEN DER 96. TAGUNG (Dezember 2005) Zum Anfang der Seite

Balint-Gruppe
Schwierige oder misslungene Therapeuten-Klienten-Interaktionen lassen uns in der somatisch-medizinischen wie in der psychotherapeutischen Arbeit immer wieder enttäuscht oder verunsichert zurück mit dem Gefühl, unsere Klienten nicht verstanden, nicht erreicht zu haben. Hintergrund sind meist unbewusste oder unreflektierte Beziehungsaspekte, welche einer gelungenen Kommunikation entgegenstehen. Ziel der Balint-Gruppenarbeit ist es, diese zu entdecken, zu verstehen und - so weit möglich - aufzulösen.

Dass die eigene sexuelle Orientierung wie auch die der Klienten in die therapeutische Beziehung einfließt, ist unstrittig. Diese nicht immer wieder, wie in mehrheitlich heterosexuell orientierten Gruppen, zu erklären oder gar rechtfertigen zu müssen, stellt neben dem solidarischen Umgang der Teilnehmer untereinander, die große Stärke der Balint-Gruppe in der BASG dar. Martin

Coming out am Arbeitsplatz
Ob als Neueinsteiger ins Berufsleben, nach einem Arbeitsplatzwechsel oder „einfach so“, die Frage, wie weit wir unsere eigene sexuelle Orientierung am Arbeitsplatz zum Thema machen, wie wir damit umgehen, dass sie zum Thema gemacht wird, hat für viele noch immer und immer wieder große Relevanz. Der Austausch von Hoffnungen, Ängsten und Erfahrungen kann für die eigene Situation erhellend und richtungweisend sein.

Positiv Leben
Die je nach Bedarf stattfindende Gruppe "Positiv Leben" bietet einen meist in kleiner Runde tagenden vertraulichen Gesprächskreis zu Fragen und Problemen, die in mehr oder weniger weiten Abstand das Thema HIV berühren. Es sollen dabei nicht medizinische bzw. therapeutische Fragen beantwortet, sondern eher die Spuren betrachtet werden, die diese Infektion bei Betroffenen und Nicht-Betroffenen hinterlässt. Deswegen richtet sich dieses Gesprächsangebot ausdrücklich sowohl an "HIV-Positive" wie "Negative" und selbstverständlich auch an Nicht-Getestete.

THEMEN DER 95. TAGUNG (September 2005) Zum Anfang der Seite

Wir setzen unsere Vortragsreihe mit dem Thema christlicher Fundamentalismus fort.

Prof. Udo Rauchfleich führt das Thema weiter und berichtete von seinen Erfahrungen mit Vertretern solcher „Therapien".

Balint-Gruppe
Schwierige oder misslungene Therapeuten-Klienten-Interaktionen lassen uns in der somatisch-medizinischen wie in der psychotherapeutischen Arbeit immer wieder enttäuscht oder verunsichert zurück mit dem Gefühl, unsere Klienten nicht verstanden, nicht erreicht zu haben. Hintergrund sind meist unbewusste oder unreflektierte Beziehungsaspekte, welche einer gelungenen Kommunikation entgegenstehen. Ziel der Balint-Gruppenarbeit ist es, diese zu entdecken, zu verstehen und - so weit möglich - aufzulösen.

Dass die eigene sexuelle Orientierung wie auch die der Klienten in die therapeutische Beziehung einfließt, ist unstrittig. Diese nicht immer wieder, wie in mehrheitlich heterosexuell orientierten Gruppen, zu erklären oder gar rechtfertigen zu müssen, stellt neben dem solidarischen Umgang der Teilnehmer untereinander, die große Stärke der Balint-Gruppe in der BASG dar. Martin

Coming out am Arbeitsplatz
Ob als Neueinsteiger ins Berufsleben, nach einem Arbeitsplatzwechsel oder „einfach so“, die Frage, wie weit wir unsere eigene sexuelle Orientierung am Arbeitsplatz zum Thema machen, wie wir damit umgehen, dass sie zum Thema gemacht wird, hat für viele noch immer und immer wieder große Relevanz. Der Austausch von Hoffnungen, Ängsten und Erfahrungen kann für die eigene Situation erhellend und richtungweisend sein.

Positiv Leben
Die je nach Bedarf stattfindende Gruppe "Positiv Leben" bietet einen meist in kleiner Runde tagenden vertraulichen Gesprächskreis zu Fragen und Problemen, die in mehr oder weniger weiten Abstand das Thema HIV berühren. Es sollen dabei nicht medizinische bzw. therapeutische Fragen beantwortet, sondern eher die Spuren betrachtet werden, die diese Infektion bei Betroffenen und Nicht-Betroffenen hinterlässt. Deswegen richtet sich dieses Gesprächsangebot ausdrücklich sowohl an "HIV-Positive" wie "Negative" und selbstverständlich auch an Nicht-Getestete.

 

THEMEN DER 94. TAGUNG (April 2005) Zum Anfang der Seite

Wir setzen unsere Vortragsreihe fort mit Dipl.-Psych. Thomas Heinrich zum Thema:

„Heilung von Homosexualität? - Christlicher Fundamentalismus“

Als früherer VLSP-Vorstand, Mitbegründer der Psychologischen Lesben- und Schwulenberatung in Mannheim und Mitherausgeber des VLSP-Jahrbuchs haben wir in ihm einen kompetenten Refernten gewinnen können: In Deutschland treten in den letzten Jahren vermehrt fundamentalistische Gruppen in Erscheinung. Der Vortrag will über Ziele, Organisationsstrukturen und Methoden aufklären.

Kommentar der BASG zum Thema "Umorientierungstherapien":

Das Thema der BASG Tagung im April waren die Aktivitäten von christlich-fundamentalistischen Initiativen, die „Umorientierungstherapien“ für homosexuelle Menschen propagieren und durchführen. Zentral war der Vortrag von Dipl. Psych. Thomas Heinrich, der mit detaillierten Kenntnissen in die Arbeitsweise dieser Organisationen einführte.

Das erklärte Ziel von „Wüstenstrom“ und den „Christen in der Offensive“ ist es Schwule, Lesben und vor allem solche Menschen, die sich im oder vor ihrem Coming-out befinden, weg von ihrer Homosexualität hin zum „Segen Gottes“ in Heterosexualität zu führen. Dabei verwenden sie geschickt den psychotherapeutischen Jargon und sind oft erst auf den zweiten Blick als schwulen- und lesbenfeindlich zu enttarnen.

Deutlich wurde die zunächst „einfühlsame“ Vorgehensweise der Fundamentalisten, welche die potentiellen Klienten da abholt wo sie sich befinden: In dem immer wieder konflikthaften und spannungsreichen Prozess des Coming outs Hier wird eine saubere Lösung angeboten: Weg mit der Verirrung des Schwulseins und glücklich mit Frau und Kindern heterosexuell leben.

Wer hätte etwas gegen die Lösung einzuwenden? Nun, auf, auf, ab in die Therapie, zeigt denn auch die in diesem Zusammenhang häufig zitierte (einzige) Studie des berühmten Professor für Psychiatrie Robert Spitzer, dass dies gut gelingen kann? Finden sich denn nicht immer wieder Einzelfallberichte von geglückten Umorientierungstherapien, die mit der Zeugung von Kindern enden. Der erfüllte Kinderwunsch als überzeugender Garant für ein glückliches heterosexuelles Eheleben. Wenn das kein überzeugender Studienendpunkt ist?

Das ist er nicht. Das ist er solange nicht, wie sich verzweifelte Menschen in solchen Therapien umbringen. Das ist er solange nicht, wie die Opfer solcher vermeintlichen Therapien in Beratungsstellen schwer traumatisiert und oft nach langem Rückzug auftauchen, kaum fähig sich erneut einem therapeutischen Prozess zu öffnen. Das ist er solange nicht, wie kein offener therapeutischer Prozess angestrebt wird, sondern das Therapieziel schon vor dem Erstgespräch ideologisch gefärbt feststeht.

Es bleibt widerlich, wenn sich so genannte Therapeuten mit manifesten antihomosexuellen Vorurteilen das Vertrauen ihrer Klienten erschleichen, aufgrund ihrer inneren Disposition, unfähig mit ihren Klienten in einen offenen therapeutischen Dialog einzutreten. Es stellt sich die Frage, was diese Therapeuten an der Homosexualität so reizt, ihr Unwesen zum Schaden der Patienten zu treiben. Warum müssen sie die Homosexualität so gründlich austreiben?

Ebenso könnte den Damen und Herren auffallen, dass es vielleicht nicht ganz so beliebig daherkommt: eben noch homo, bald schon hetero. Wenn man schon in diesen Kategorien denkt, drängt sich doch die Frage auf, ob es denn gerecht sein kann, die vorhandene Schöpfung, nur weil dem Menschen nicht bequem, mal schnell einer Umpolung zu unterziehen.

Noch ein Wort zu der in diesem Ideologiezusammenhang oft zitierten Studie Robert Spitzers. Besonderes Gewicht hat die Studie aus Sicht der Fundamentalisten, da gerade Spitzer im Rahmen der Entpatologisierungsdebatte vor 30 Jahren sich für die Normalität der Homosexualität einsetzte. So wird die Studie als besonders beweiskräftig ins Feld geführt. Nun sollte man die Studie einfach einmal lesen, denn sie stützt die These, dass Homosexualität „heilbar“ sei ironischer weise gerade nicht, sondern belegt eher einmal mehr wie prekär das Unterfangen ist: Die Verwendung der Spitzer Studie gerade von christlichen Fundamentalisten ist geradezu lächerlich, da die 200 Studienteilnehmer überwiegend durch christlich fundamentalistische Seelsorge und Therapie ihre Heilung erfuhren und ausgerechnet durch diese Therapeuten und Organisationen der Studie zugewiesen wurden. Befragt wurde eine reine "Erfolgsgruppe", das heißt nicht „erfolgreich“ Therapierte, oder Menschen die überhaupt nicht therapiert werden wollten, wurden überhaupt nicht befragt! Die Probanden berichteten dann in 45 minütigen Telefoninterviews über ihre vormalige Homosexualität. Dabei erweisen sie sich zur Stützung der These, dass Homosexualität heilbar sei als ausgesprochen ungeeignet:
Als "extrem homosexuell" wurden von Spitzer nur 23 % (33 von 143) der Männern und nur 9 % der Frauen (5 ! von 57) eingestuft. Unter den „erfolgreich Veränderten“ hatten immer noch 71 % der Männer und 37 % der Frauen „Homosexuelle Merkmale“ (lustvolle Gedanken in Tagträumen, bei Selbstbefriedigung oder Sexualkontakten) die auf der Skala von Spitzer bei mehr als „gelegentlich“ oder „gering“ lagen. Als "ausschließlich heterosexuell" bezeichneten sich nur 17 % der Männer und 55 % der Frauen! Und das bei Zuweisung „erfolgreich therapierter“ Probanden aus christlich fundamentalistischem Umfeld.

Die Stellungnahme der BASG zu diesem Komplex ist eindeutig:
Unsere Sorge gilt daher Männern und Frauen die sich im immer noch zumeist schwierigen und belastenden Prozess des Coming-Out Rat suchend an dererlei Organisationen wenden. Es ist davon auszugehen, dass sich Institutionen mit eindeutig definiertem Ziel nicht um ein Verstehen der Art der Konflikte scheren, sondern entsprechend Ihrem ideologischen Hintergrund die „Therapie“ exekutieren, die sie anbieten.

Es ist unhaltbar, dass eine solchermaßen ideologisch gefärbte Therapie sich der Homosexuellen zu bemächtigen sucht, um ihnen in der krisenhaften Situation des Coming-Outs vorschnell eine vermeintliche „heterosexuelle Lösung“ anzubieten. Die Spannungen im Selbsterleben, der Peergroup und des sozialen Umfeldes können in dieser Phase für den Einzelnen ohnehin schon unerträglich sein. Die ideologisch gefärbten Therapien bieten in dieser Krisensituation keinen Schutz um eine eigene Entwicklung zu ermöglichen, sondern nutzen die Schutzlosigkeit für ihre Zwecke aus. Das Argument, das die Klienten die Therapie oft selbst wünschten, schützt diese Organisationen hier nicht, da überhaupt nicht versucht wird, im offenen therapeutischen Prozess eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten. Wie sollte dies auch gelingen, da sich die Organisationen selbst zu ihrer antihomosexuellen Haltung bekennen?

Wesentlich ist, den Wunsch, eine konflikthaft erlebte Homosexualität los zu werden, ernst zu nehmen und den vom Klienten vorgetragenen Therapiewunsch zu reflektieren. Wie jedes andere vorgetragene Therapiebegehren, kann auch der Wunsch nicht mehr homosexuell zu sein, nicht unkritisch antizipiert werden und in eine Wunschtherapie münden. Dies ist selbstverständliche psychotherapeutische Technik. Dass Institutionen, welche mit der Umorientierung zur Heterosexualität werben, ihr Begehren auch nur im Ansatz mit den Klienten neutral abwägen könnten kann man ausschließen.

Es ist ein anliegen der BASG über dergestalte „Therapie“ aufzuklären und Homosexuelle in ihrem Coming-Out Prozess zu stützen. Konflikthafte homosexuelle Entwicklung bedarf psychotherapeutischer Begleitung, nicht ideologisch gefärbter vorschneller Heilversprechen.
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Robert L. Spitzer

„Can Some Gay Men and Lesbians Change Their Sexual Orientation? 200 Participants Reporting a Change from Homosexual to Heterosexual Orientation“.
Presentation at the American Psychiatric Association Annual Convention. New Orleans, May 9, 2001. Subsequently published in Archives of Sexual Behavior, 32(5), 403-417, October 2003.
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Balint-Gruppe
Schwierige oder misslungene Therapeuten-Klienten-Interaktionen lassen uns in der somatisch-medizinischen wie in der psychotherapeutischen Arbeit immer wieder enttäuscht oder verunsichert zurück mit dem Gefühl, unsere Klienten nicht verstanden, nicht erreicht zu haben. Hintergrund sind meist unbewusste oder unreflektierte Beziehungsaspekte, welche einer gelungenen Kommunikation entgegenstehen. Ziel der Balint-Gruppenarbeit ist es, diese zu entdecken, zu verstehen und - so weit möglich - aufzulösen.

Dass die eigene sexuelle Orientierung wie auch die der Klienten in die therapeutische Beziehung einfließt, ist unstrittig. Diese nicht immer wieder, wie in mehrheitlich heterosexuell orientierten Gruppen, zu erklären oder gar rechtfertigen zu müssen, stellt neben dem solidarischen Umgang der Teilnehmer untereinander, die große Stärke der Balint-Gruppe in der BASG dar. Martin

Coming out am Arbeitsplatz
Ob als Neueinsteiger ins Berufsleben, nach einem Arbeitsplatzwechsel oder „einfach so“, die Frage, wie weit wir unsere eigene sexuelle Orientierung am Arbeitsplatz zum Thema machen, wie wir damit umgehen, dass sie zum Thema gemacht wird, hat für viele noch immer und immer wieder große Relevanz. Der Austausch von Hoffnungen, Ängsten und Erfahrungen kann für die eigene Situation erhellend und richtungweisend sein.

Positiv Leben
Die je nach Bedarf stattfindende Gruppe "Positiv Leben" bietet einen meist in kleiner Runde tagenden vertraulichen Gesprächskreis zu Fragen und Problemen, die in mehr oder weniger weiten Abstand das Thema HIV berühren. Es sollen dabei nicht medizinische bzw. therapeutische Fragen beantwortet, sondern eher die Spuren betrachtet werden, die diese Infektion bei Betroffenen und Nicht-Betroffenen hinterlässt. Deswegen richtet sich dieses Gesprächsangebot ausdrücklich sowohl an "HIV-Positive" wie "Negative" und selbstverständlich auch an Nicht-Getestete.

 

THEMEN DER 93. TAGUNG (Dezember 2004) Zum Anfang der Seite

Wir setzen unsere Vortragsreihe fort und freuen uns ganz besonders Dr. Michael Bochow für einen aktuellen Vortrag gewonnen zu haben:

Dr. Michael Bochow stellt die Ergebnisse seiner letzten Studie vor, Titel:
"Schwules Glück im Alter : Gibt es ein Leben nach 55 ?"

Schwule Männer im dritten Lebensalter werden in den Schwulen-Szenen kaum wahrgenommen. Mit dem kollektiven Altern der Protagonisten der Schwulenbewegung wächst jedoch der Widerstand gegen Ausgrenzung und Unsichtbarkeit der Älteren. Vor diesem Hintergrund sollen Ergebnisse einer Studie vorgestellt werden, die dreißig Interviews mit älteren Schwulen in Niedersachsen zur Grundlage hat (die Altersspanne der Interviewpartner reicht von 56 bis 78 Jahre). Die Studie wurde im Auftrag des Schwulen Forum Niedersachsen und mit Unterstützung der Akademie Waldschlösschen durchgeführt.

Dr. Michael Bochow ist Soziologe. Er gilt als "Datenpapst der schwulen Sexualität" in Deutschland und befragt seit 15 Jahren regelmäßig schwule Männer zu Sexualität, ihrem HIV-Risikoverhalten und Lebensstil. Der gebürtige Niedersachse (Jahrgang '48) lebt seit 1967 in Berlin.

Die Themen 2005:

•  Im April des kommenden Jahres wird Dipl.-Psych. Thomas Heinrich zum Thema: „Heilung von Homosexualität? - Christlicher Fundamentalismus“ sprechen. Als früherer VLSP-Vorstand, Mitbegründer der Psychologischen Lesben- und Schwulenberatung in Mannheim und Mitherausgeber des VLSP-Jahrbuchs haben wir in ihm einen kompetenten Refernten gewinnen können: In Deutschland treten in den letzten Jahren vermehrt fundamentalistische Gruppen in Erscheinung. Das erklärte Ziel von „Wüstenstrom“ und den „Christen in der Offensive“ ist es Schwule, Lesben und vor allem solche Menschen, die sich im oder vor ihrem Coming-out befinden, weg von ihrer Homosexualität hin zum „Segen Gottes“ in Heterosexualität zu führen. Dabei verwenden sie geschickt den psychotherapeutischen Jargon und sind oft erst auf den zweiten Blick als schwulen- und lesbenfeindlich zu enttarnen. Der Vortrag will über Ziele, Organisationsstrukturen und Methoden solcher Gruppen aufklären.

•  Im September 2005 freuen wir uns auf Prof. Udo Rauchfleisch (Basel), der zum selben Thema seine vielfältigen persönlichen Begegnungen mit Geschädigten und Vertretern solcher „Therapien“ vortragen wird.

Neue Krankheitsdebatte zur Homosexualität ?!
In „neuro date aktuell“ (nda), ein zweimonatlich in Zeitschriftenform erscheinender Informationsdienst für Neurologen & Psychiater, findet zurzeit eine Debatte zum Krankheitswert der Homosexualität statt. Der in Kiel niedergelassene Nervenarzt und Psychotherapeut Dr. Flöttmann - gleichzeitig Redaktionsmitglied bei nda - serviert in der Ausgabe vom 01.05. mit missionarischem Eifer unter der Rubrik „Zur Diskussion“ eine geballte Ladung Halb- und Unwahrheiten sowie Vorurteile aus der pathologisierenden Mottenkiste. Als „Beweis“ für seine Thesen referiert er paradigmatisch über den Fall einer von ihm „geheilten“ lesbischen Frau. Mit Erscheinungsdatum 01.09. werden zwei Leserbriefe hierzu in nda abgedruckt - und von einem Redaktionskollegen auf zweifelhafte Weise kommentiert.

Das Beispiel zeigt deutlich, dass „Umorientierungstherapien“ auch heute als anstrebenswert von bestimmten praktisch tätigen Psychotherapeuten angesehen und empfohlen bzw. durchgeführt werden. Damit sind die Vorträge bei den BASG-Treffen im kommenden Jahr zur Frage der „Reparations-“ und „Umorientierungsbehandlungen“ bei Schwulen und Lesben hochaktuell.

Über den Artikel und die Leserbriefe diskutierten wir beim letzten Treffen und haben verschiedene Optionen einer Stellungnahme besprochen. In der Zwischenzeit haben wir diverse Schreiben verschickt und erste spannende Antworten erhalten. Dazu mehr im Dezember, wir freuen uns auf eine anregende Diskussion.

Aktuelles in der BASG
Zunächst möchte ich mich im Namen meiner Vorstandskollegen bei Euch für die Email Adressen bedanken, die Ihr uns mitgeteilt habt. Weiterhin wollen wir den Emailverteiler dazu nutzen zeitnah Informationen, Artikel etc. zu schwulenpolitischen Themen im Gesundheitswesen weiter zu geben.

Um allen Interessierten an der BASG den Einstieg verlockender zu machen haben wir uns was einfallen lassen: Wir werden einen Schnupperpreis einführen und bieten ab sofort Nichtmitgliedern die ersten zwei Tagungen für den Mitgliederpreis an, zurzeit 85,- €.

Eine wesentliche Änderung, die wir für die Tagungen der BASG beschlossen haben ist, dass wir zukünftig nur noch dreimal im Jahr einladen wollen. So sollen die vorhandenen Ressourcen gebündelt werden. Die Termine für 2005 findet Ihr weiter unten. Ralph

Balint-Gruppe
Schwierige oder misslungene Therapeuten-Klienten-Interaktionen lassen uns in der somatisch-medizinischen wie in der psychotherapeutischen Arbeit immer wieder enttäuscht oder verunsichert zurück mit dem Gefühl, unsere Klienten nicht verstanden, nicht erreicht zu haben. Hintergrund sind meist unbewusste oder unreflektierte Beziehungsaspekte, welche einer gelungenen Kommunikation entgegenstehen. Ziel der Balint-Gruppenarbeit ist es, diese zu entdecken, zu verstehen und - so weit möglich - aufzulösen.

Dass die eigene sexuelle Orientierung wie auch die der Klienten in die therapeutische Beziehung einfließt, ist unstrittig. Diese nicht immer wieder, wie in mehrheitlich heterosexuell orientierten Gruppen, zu erklären oder gar rechtfertigen zu müssen, stellt neben dem solidarischen Umgang der Teilnehmer untereinander, die große Stärke der Balint-Gruppe in der BASG dar. Martin

Coming out am Arbeitsplatz
Ob als Neueinsteiger ins Berufsleben, nach einem Arbeitsplatzwechsel oder „einfach so“, die Frage, wie weit wir unsere eigene sexuelle Orientierung am Arbeitsplatz zum Thema machen, wie wir damit umgehen, dass sie zum Thema gemacht wird, hat für viele noch immer und immer wieder große Relevanz. Der Austausch von Hoffnungen, Ängsten und Erfahrungen kann für die eigene Situation erhellend und richtungweisend sein.

Positiv Leben
Die je nach Bedarf stattfindende Gruppe "Positiv Leben" bietet einen meist in kleiner Runde tagenden vertraulichen Gesprächskreis zu Fragen und Problemen, die in mehr oder weniger weiten Abstand das Thema HIV berühren. Es sollen dabei nicht medizinische bzw. therapeutische Fragen beantwortet, sondern eher die Spuren betrachtet werden, die diese Infektion bei Betroffenen und Nicht-Betroffenen hinterlässt. Deswegen richtet sich dieses Gesprächsangebot ausdrücklich sowohl an "HIV-Positive" wie "Negative" und selbstverständlich auch an Nicht-Getestete.

„Kamingespräch“
Beim letzten Mal gab es einen Film aus dem reichhaltigen Fundus des Waldschlösschens von Pedro Almodóvar (bitte die Betonung beachten ;) ) „Das Gesetz der Begierde“. Das Thema der Dezembertagung ist noch offen, Vorschläge sind willkommen.

 

THEMEN DER 92. TAGUNG (September 2004) Zum Anfang der Seite

"Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft"
Nach dem Dr. Rainer Herrn im Dezember 2001 den Auftakt zu unserer Vortragsreihe mit dem spannenden Thema: "Die Biologisierung der Homosexualität - Tendenzen und Motive. Ein doppelter Rückfall" gegeben hat, freuen wir uns ganz besonders ihn noch einmal für einen aktuellen Vortrag gewonnen zu haben.

Dr. Rainer Herrn spricht zum Thema:

„ Die unliebsamen Schwestern. Das problematische Verhältnis zwischen Transvestiten und Homosexuellen, eine historische Reminiszenz mit verblüffender Aktualität. “

Als Schwerpunkte sind in der nächsten Zeit ganz unterschiedliche Themen vorgesehen, nämlich Homosexualität und Islam sowie "schwules ALtern".

AKTUELLES IN DER BASG
Zunächst möchte ich mich im Namen meiner Vorstandskollegen bei Euch für die Email Adressen bedanken, die Ihr uns mitgeteilt habt. Wir überlegen, den Emailverteiler bei Interesse auch zu nutzen, um zeitnah Informationen, Artikel etc. zu schwulenpolitischen Themen im Gesundheitswesen weiter zu geben und freuen uns über Rückmeldungen, was Ihr davon haltet.
Um allen Interessierten an der BASG den Einstieg verlockender zu machen haben wir uns was einfallen lassen: Wir werden einen Schnupperpreis einführen und bieten ab sofort Nichtmitgliedern die ersten zwei Tagungen für den Mitgliederpreis an, zurzeit 85,- €.
Eine wesentliche Änderung, die wir für die Tagungen der BASG beschlossen haben ist, dass wir zukünftig nur noch dreimal im Jahr einladen wollen. So sollen die vorhandenen Ressourcen gebündelt werden. Die Termine für 2005 findet Ihr unter: Tagung - Termine.
Zudem haben wir die Anzahl der Bettenreservierungen auf 15 herunter gefahren. Dies bedeutet, dass Ihr frühzeitig reservieren müsst, um sicher einen Platz zu bekommen. Dies ist wichtig, da wir nur so bei überzähligen Anmeldungen, noch mit dem Waldschlösschen eine Erhöhung der Bettenzahl besprechen können.

Dauerauftrag für den Mitgliederjahresbeitrag
Bitte aus bekannten Gründen unbedingt einen Dauerauftrag für den Jahresbeitrag der BASG einrichten.

Balint -Gruppe
Schwierige oder misslungene Therapeuten-Klienten-Interaktionen lassen uns in der somatisch-medizinischen wie in der psychotherapeutischen Arbeit immer wieder enttäuscht und verunsichert zurück mit dem Gefühl, unsere Klienten nicht verstanden, nicht erreicht zu haben. Hintergrund sind meist unbewusste oder unreflektierte Beziehungsaspekte, welche einer gelungenen Kommunikation entgegenstehen. Ziel der Balint-Gruppenarbeit ist es, diese zu entdecken, zu verstehen und - so weit möglich - aufzulösen.
Dass die eigene sexuelle Orientierung wie auch die der Klienten in die therapeutische Beziehung einfließt, ist unstrittig. Diese nicht immer wieder, wie in mehrheitlich heterosexuell orientierten Gruppen, zu erklären oder gar rechtfertigen zu müssen, stellt neben dem solidarischen Umgang der Teilnehmer untereinander, die große Stärke der Balint-Gruppe in der BASG dar. Martin

Coming out am Arbeitsplatz
Ob als Neueinsteiger ins Berufsleben, nach einem Arbeitsplatzwechsel oder „einfach so“, die Frage, wie weit wir unsere eigene sexuelle Orientierung am Arbeitsplatz zum Thema machen, wie wir damit umgehen, dass sie zum Thema gemacht wird, hat für viele noch immer und immer wieder große Relevanz. Der Austausch von Hoffnungen, Ängsten und Erfahrungen kann für die eigene Situation erhellend und richtungsweisend sein. Martin

Positiv Leben
Die je nach Bedarf stattfindende Gruppe "Positiv Leben" bietet einen meist in kleiner Runde tagenden vertraulichen Gesprächskreis zu Fragen und Problemen, die in mehr oder weniger weiten Abstand das Thema HIV berühren. Es sollen dabei nicht medizinische bzw. therapeutische Fragen beantwortet, sondern eher die Spuren betrachtet werden, die diese Infektion bei Betroffenen und Nicht-Betroffenen hinterlässt. Deswegen richtet sich dieses Gesprächsangebot ausdrücklich sowohl an "HIV-Positive" wie "Negative" und selbstverständlich auch an Nicht-Getestete.

„Kamingespräch“
Beim letzten Mal gab es einen Film aus dem reichhaltigen Fundus des Waldschlösschens von Pedro Almodóvar (bitte die Betonung beachten ;) ) „Das Gesetz der Begierde“. Das Thema der Septembertagung ist noch offen, Vorschläge sind willkommen.

Mitgliederversammlung
Der Vorstand der BASG lädt am Sonntag, den 26. September 2004, um 10.00 Uhr zur Mitgliederversammlung in die Akademie Waldschlößchen in 37130 Reinhausen ein.

Tagesordnung
1. Wahl des Versammlungsleiters und des Protokollführers
2. Anträge zur Ergänzung und Änderung der Tagesordnung
3. Bericht der Kassenprüfer 2003
4. Entlastung des Kassenführers für 2003
5. Berichte des Vorstandes und der Referenten
6. Entlastung des Vorstandes
7. Verschiedenes

Vorstand der BASG, den 01.08.2004

Weitere Ankündigungen

Einladung zum VLSP-Kongress
Spezifische Problembereiche in der therapeutischen Versorgung von Lesben, Schwulen und Bisexuellen.
Veranstaltungsdatum: 16. und 17. Oktober 2004
Veranstaltungsort: Johann Wolfgang Goethe-Universität Campus Bockenheim Mertonstraße 17-21 60325 Frankfurt am Main Hörsäle H III, H1 und H5.
Eine Rundmail mit dem Programmheft geht mit dem Verteilder der BASG gesondert zu und kann hier heruntergeladen werden.

 

THEMEN DER 91. TAGUNG (Juni 2004) Zum Anfang der Seite

"Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft"
Die BASG-Vortragsreihe macht Sommerpause und wird im Dezember fortgesetzt. Das Thema wird rechtzeitig bekanntgegeben. Als Schwerpunkte sind in der nächsten Zeit ganz unterschiedliche Themen vorgesehen, nämlich Homosexualität und Islam sowie "schwules ALtern".

AKTUELLES IN DER BASG
Und weiterhin: Versand der Einladung über e-Mail
Seit Juni 2003 werden die Einladungen nur noch an diejenigen per Post versendet, die uns „noch“ keine E-Mail Adresse mitgeteilt haben. Ab September diesen Jahres werden wir alle Einladungen elektronisch verschicken. Per Post kann die Einladung nur noch an zahlende Mitglieder ohne e-mail Adresse verschickt werden. Daher anhaltend die Bitte die E-Mail Adresse mitzuteilen. Der elektronische Versand bedeutet eine ernorme Kosten und Arbeitserleichterung (Layouterstellung – Versand – Druck – Falten – Eintüten – Porto – Versand). Ralph

Dauerauftrag für den Mitgliederjahresbeitrag
Bitte aus bekannten Gründen unbedingt einen Dauerauftrag für den Jahresbeitrag der BASG einrichten.

Balint -Gruppe
Schwierige oder misslungene Therapeuten-Klienten-Interaktionen lassen uns in der somatisch-medizinischen wie in der psychotherapeutischen Arbeit immer wieder enttäuscht und verunsichert zurück mit dem Gefühl, unsere Klienten nicht verstanden, nicht erreicht zu haben. Hintergrund sind meist unbewusste oder unreflektierte Beziehungsaspekte, welche einer gelungenen Kommunikation entgegenstehen. Ziel der Balint-Gruppenarbeit ist es, diese zu entdecken, zu verstehen und - so weit möglich - aufzulösen.
Dass die eigene sexuelle Orientierung wie auch die der Klienten in die therapeutische Beziehung einfließt, ist unstrittig. Diese nicht immer wieder, wie in mehrheitlich heterosexuell orientierten Gruppen, zu erklären oder gar rechtfertigen zu müssen, stellt neben dem solidarischen Umgang der Teilnehmer untereinander, die große Stärke der Balint-Gruppe in der BASG dar. Martin

Coming out am Arbeitsplatz
Ob als Neueinsteiger ins Berufsleben, nach einem Arbeitsplatzwechsel oder „einfach so“, die Frage, wie weit wir unsere eigene sexuelle Orientierung am Arbeitsplatz zum Thema machen, wie wir damit umgehen, dass sie zum Thema gemacht wird, hat für viele noch immer und immer wieder große Relevanz. Der Austausch von Hoffnungen, Ängsten und Erfahrungen kann für die eigene Situation erhellend und richtungsweisend sein.
Je nach Teilnehmerzahl und Interessenlage werden beide Gruppen – gemeinsam oder getrennt – ihren Platz in der BASG (hoffentlich) behalten. Die Entscheidung liegt bei uns. Martin

Positiv Leben
Die je nach Bedarf stattfindende Gruppe "Positiv Leben" bietet einen meist in kleiner Runde tagenden vertraulichen Gesprächskreis zu Fragen und Problemen, die in mehr oder weniger weiten Abstand das Thema HIV berühren. Es sollen dabei nicht medizinische bzw. therapeutische Fragen beantwortet, sondern eher die Spuren betrachtet werden, die diese Infektion bei Betroffenen und Nicht-Betroffenen hinterlässt. Deswegen richtet sich dieses Gesprächsangebot ausdrücklich sowohl an "HIV-Positive" wie "Negative" und selbstverständlich auch an Nicht-Getestete.

Psychoanalysegruppe
Da bei den letzen beiden Malen die Gruppe nicht stattgefunden hat, war auch eine Vereinbarung eines Themas nicht möglich. Das Thema bei diesem Treffen ist daher noch offen. Eine Möglichkeit wäre z.b. die Diskussion über die erstaunlichen Veränderungen in der amerikanischen Psychoanalyse fortzusetzen, die sich an Udo und Falks Referat (letztes Treffen) angeschlossen hat.

„Kamingespräch“
Thema im Juni: Schwules altern

Weitere Ankündigungen

VLSP-Kongress: Call for Papers
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
der diesjährige Kongress des VLSP soll voraussichtlich am 16./17. Oktober 2004 in Frankfurt am Main stattfinden. Ihr seid herzlich dazu eingeladen, Eure Beiträge für den Kongress einzureichen. Eure Beiträge sollten sich auf einen der beiden folgenden Themenschwerpunkte beziehen:
- Spezifische Problembereiche in der therapeutischen Versorgung von Lesben, Schwulen und Bisexuellen;
- Psychologische Forschung zu lesbischen und schwulen Themen und politische Implikationen.
Folgende Präsentationsformate werden abgeboten:
- Vortrag (Dauer ca. 30 min.);
- Leitung eines Workshops (Dauer nach Vereinbarung).
Sendet bitte den Titel Eures geplanten Beitrages mit einer Zusammenfassung (Abstract) mit ca. 200-250 Wörtern sowie ggf. 4 bis 20 Literaturangaben bis spätestens zum 29.Mai 2004 vorzugsweise per E-Mail an:
WagnerCMWAGNER(at)aol.com. Die Postanschrift kann unter mail(at)basg.de erfragt werden. Siehe auch http://www.vlsp.de
Bitte gebt dabei Eure Kontaktadresse (wenn möglich mit E-Mail, Telefon oder Fax), einen Terminvorschlag (16. oder 17. Oktober 04) sowie die von Euch gewünschte Art des Beitrags (Vortrag vs. Workshop, Dauer?) an.
Mit freundlichen Grüßen Christof

Fachtagung "Die aktuelle Umsetzung des Lebenspartnerschaftsgesetzes"
Am 3. Juli dieses Jahres findet von 10 bis 16 Uhr im Stadthaus in Halle (Saale) die oben genannte Veranstaltung statt.
Seit fast 3 Jahren besitzt Deutschland ein Lebenspartnerschaftsgesetz. Nach jahrzehntelangem Kampf – immerhin wurde der § 175 BGB in den alten Bundesländern erst 1993 abgeschafft – gibt es damit eine erste, wenn auch bescheidene Möglichkeit der teilweisen rechtlichen Gleichstellung von homosexuellen und heterosexuellen Paaren. Deutschlandweit gibt es ca. 7.500 Eingetragene Lebenspartnerschaften (Stand März 2004).
Gleichzeitig gibt es viele homosexuelle Paare, die in dem 2001 beschlossenen Gesetz allenfalls einen Anfang für die rechtliche Gleichstellung sehen und eine Teil-Heirat ablehnen, weil viele drängende Fragen und Probleme nicht durch das Gesetz geregelt werden bzw. keine rechtliche Gleichstellung in allen Bereichen des Lebens erfolgte. So werden Lebenspartner steuerrechtlich oder rentenrechtlich nicht als Paar betrachtet (dafür aber beim Bezug von Geldern über Behörden!), gibt es andere Realitäten bei der Umsetzung von Kindschafts- und Adoptionsrecht usw.
Leider wurden weitergehende Regelungen im Lebenspartnerschaftsgesetz durch die Mehrheit der Union im Bundesrat blockiert. Seit neuestem versucht sich die FDP-Bundestagsfraktion an einem neuen Gesetzentwurf.
Auch innerhalb der homosexuellen Community besteht Einigkeit darüber, dass das bestehende Lebenspartnerschaftsgesetz allenfalls ein Anfang in der Gleichstellung sein kann. Dennoch besteht hoher Diskussionsbedarf zur Ausgestaltung und Umsetzung des Gesetzes, allen damit zusammenhängenden rechtlichen Fragen und notwendigen Änderungen.
Zielgruppen unser Veranstaltung sind alle SchwuLesBischen vereine, Verbände und Organisationen aus Deutschland, MitarbeiterInnen in Beratungsprojekten und –einrichtungen für Homosexuelle sowie interessierte homo- und heterosexuelle Menschen.
Neben einer Podiumsdiskussion gibt es bei dieser Fachtagung verschiedene Workshops zum Lebenspartnerschaftsgesetz. Die Teilnahmegebühr beträgt 8,- € (incl. Mittagessen und Getränke).
Veranstalter/ Anmeldungen an:
BBZ "lebensart" e. V.
bbz(at)lebensart.de
www.bbz-lebensart.de
Anmeldungen müssen bis zum 30.05.04 erfolgt sein.
Jede Anmeldung erhält eine Rückbestätigung, bitte E-Mail Adresse angeben.
Mit freundlichen Grüßen
Daniel - Vorstandsmitglied

 

THEMEN DER 90. TAGUNG (März 2004) Zum Anfang der Seite

"Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft"
Im März-Treffen setzen wir die BASG-Vortragsreihe fort, dieses Mal mit einem Beitrag von Dr. Falk Stakelbeck und Dr. Udo Frank. Das Thema:

Neue Theorien zur Homosexualität – kommen diese nur noch aus Amerika ?
Seit den 80er-Jahren ist in Amerika eine vielfältige und wohl auch widersprüchliche Debatte über Homosexualitätsvorstellungen zu beobachten. Einerseits wird in der durch Foucault eingeleiteten „Historisierung“ der Homosexualität konsequent auf die historische Konstruktion der (Homo-)Sexualität hingewiesen, anderseits finden sich biologische Konzepte, die eher an eine „Rebiologisierung der Homosexualität“ erinnern. Neben dieser bekannten und lauten Debatte hat auch im psychoanalytischen Diskurs eine stille, aber doch erstaunliche Veränderung stattgefunden: 1991/92 hat die Amerikanische Psychoanalytische Vereinigung eine Deklaration verabschiedet, die ausdrücklich die Zulassung von Lesben und Schwulen zur psychoanalytischen Ausbildung festhält. Zehn Jahre nach dieser Entscheidung wurde im Herbst 2001 das „Journal of the American Psychoanalytic Association“, das offizielle Organ dieser Vereinigung, nicht nur ausschließlich dem Thema der Homosexualität gewidmet, sondern fast alle Beiträge wurden auch von der ersten Generation lesbischer und schwuler Analytikerinnen/Analytiker mit Witz und Selbstverständlichkeit bestritten.
Dr. Stakelbeck und Dr. Frank stellen die oben skizzierte Entwicklung vor. In der gemeinsamen Diskussion hoffen die Referenten, neben den theoretischen Konzepten besonders die (institutions-) politischen Unterschiede/Anregungen besser in den Blick zu bekommen. Dabei stellt sich auch die Frage, ob bzw. wie an die entsprechenden deutschen Fachgesellschaften bzgl. Antidiskriminierungs-Deklarationen herangetreten werden soll. Herzliche Einladung an alle!

AKTUELLE ENTWICKLUNGEN IN DER BASG – EINE MARKETINGFRAGE ?
Inhaltlich lohnend und atmosphärisch ausgesprochen positiv – so wurden die letzten Treffen von den meisten Teilnehmern erlebt. Dennoch sinken die Teilnehmerzahlen. Angeregt durch eine aktuelle Diplomarbeit, welche Instrumente des Marketings nutzbringend auf die Aids-Prävention an Gesundheitsämtern anwendet,traf sich die BASG im Dezember um sich Gedanken über die Zukunft der BASG zu machen. Ein Protokoll kann mit der aktuellen Einladung zur Tagung im März verschickt werden. Die Diskussion werden wir in einem Plenum am Samstagvormittag weiterführen. Hierzu laden wir alle, denen an der Zukunft der BASG liegt und sie mitgestalten möchten, sehr herzlich ein. Wichtig erschien u.a. neue Themenbereiche zu erschließen in denen die BASG sinnvoll arbeiten kann. Wir wollen die Themensammlung an den kommenden Treffen weiterführen. Welche Themen kannst Du Dir für die BASG vorstellen, welche wären Dir wichtig? Im Anmeldeformular der Homepage werde ich für eine Rückmeldung ein entsprechendes Feld im Sinne einer Umfrage zur Verfügung stellen.

Ebenso wollen wir die E-Mail-Einladung – mit der Bitte um Veröffentlichung – an geeignete Institutionen, Krankenhäuser, öffentliche Einrichtungen u.Ä. verschicken. Diesbezüglich bitten wir um Eure Mithilfe: Bitte teilt uns interessante E-Mail Adressen mit, an welche die Einladung versendet werden kann (unter mail(at)basg.de). Ralph

Die Lage hinsichtlich der finanziellen Mittel der BASG sieht aktuell nicht ermutigend aus. Die Zahlungsversäumnisse erreichen dabei bedenkliche Ausmaße und tragen so ihr übriges bei. Dirk kommt dabei aus Kapazitätsgründen mit den Mahnungen nicht nach und so verlieren wir wichtige Einnahmen: Bitte denkt unbedingt daran einen Dauerauftrag für den Jahresbeitrag einzurichten.

VLSP
Eine VLSP-Mitgliedschaft wird beim Tagungsbeitrag wie eine BASG-Mitgliedschaft anerkannt.

Balint -Gruppe
In der Balint-Gruppe geht es um die Therapeuten Klienten-Beziehung im Erleben schwuler Therapeuten. Durch das aufdeckende Gespräch in der Gruppe über therapeutische Kontakte sollen die psychodynamischen Wechselbeziehungen zwischen dem Therapeuten, dem Klienten und seiner Krankheit deutlich gemacht und unter dem Beziehungsaspekt beleuchtet werden, um ein besseres Verständnis für die häufig unbewussten Kommunikationsstrukturen zwischen beiden Seiten zu gewinnen. Damit wird der Therapeut in die Lage versetzt, seine eigene Abwehr und Widerstände nicht auf den Klienten zu projizieren und ihm nicht Lösungsmöglichkeiten aufzudrücken, die nur für den Therapeuten selbst adäquat wären.

Coming out am Arbeitsplatz
Gruppe nicht nur für Neueinsteiger in der BASG sondern auch für Arbeitsplatzwechsler. Oder die, die immer wieder bemerken, dass sie wie von selbst das mit der Rainbowflag verzierte Autoheck vor der Klink Richtung Gebüsch parken, die Anstecknadel noch schnell vom Revers ziehen und auch den Kloß im Hals bemerken, wenn nach der Freundin gefragt wird. Bernhard

Positiv Leben
Die je nach Bedarf stattfindende Gruppe "Positiv Leben" bietet einen meist in kleiner Runde tagenden vertraulichen Gesprächskreis zu Fragen und Problemen, die in mehr oder weniger weiten Abstand das Thema HIV berühren. Es sollen dabei nicht medizinische bzw. therapeutische Fragen beantwortet, sondern eher die Spuren betrachtet werden, die diese Infektion bei Betroffenen und Nicht-Betroffenen hinterlässt. Deswegen richtet sich dieses Gesprächsangebot ausdrücklich sowohl an "HIV-Positive" wie "Negative" und selbstverständlich auch an Nicht-Getestete.

Psychoanalysegruppe
Aufgrund des engen Programms der kommenden Tagung ist noch offen, ob die Psychoanalysegruppe für ein Treffen Zeit finden wird:
The Overstimulation Of Everyday Life von Sidney H. Phillips, Journal of the American Psychoanalytic Association; Vol 49 No. 4, lesen. Der Artikel kann bei mir vor dem Treffen angefordert werden. Falk

„Kamingespräch“
Thema im März: Gewalt gegen Schwule

 

THEMEN DER 89. TAGUNG (Dezember 2003) Zum Anfang der Seite

Vortragsreihe - Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft
"Winterpause", im Frühjahr geht es weiter. Das Thema wird hier rechtzeitig bekanntgegeben.

Im September sprach Dipl. Psych. Holger Walther zum Thema „Schwule Partnerschaft – Gelingen und Scheitern aus systemischer Sicht“.
Er gab eine Einführung in die systemische Beratung und Genogrammarbeit und berichtete vor dem Hintergrund seiner psychotherapeutischen Arbeit in eigener Praxis für Paar- und Familientherapie über Gelingen und Scheitern in schwulen Partnerschaften. Es entwickelte sich eine außerordentlich lebendige und informative Gruppenarbeit die am Sonntag fortgesetzt werden konnte.

AKTUELLE ENTWICKLUNGEN IN DER BASG – EINE MARKETINGFRAGE ?
Inhaltlich lohnend und atmosphärisch ausgesprochen positiv – so wurden die letzten Treffen von den meisten Teilnehmern erlebt. Dennoch sinken die Teilnehmerzahlen. Angeregt durch eine aktuelle Diplomarbeit1, welche Instrumente des Marketings nutzbringend auf die Aids-Prävention an Gesundheitsämtern anwendet, möchten wir uns beim kommenden Treffen Gedanken über die Zukunft der BASG machen. Dazu soll nicht nur die aktuelle Entwicklung analysiert, sondern auch Profil und Stärken der BASG mit Methoden des Marketings zusammengebracht werden.
Hierzu laden wir alle, denen an der Zukunft der BASG liegt und sie mitgestalten möchten, sehr herzlich zu einem Plenum am Samstag Nachmittag ein.
1 Albert Mayer: Marketing kann Leben retten! Aids-Prävention in Baden-Württemberg – neue Wege, neue Mittel, neue Chancen 2003 (Kopie bei Interesse über Udo erhältlich).

Psychoanalysegruppe
Wir werden uns der spezifisch schwulen Entwicklung zuwenden und einen amerikanischen Artikel: The Overstimulation Of Everyday Life von Sidney H. Phillips, Journal of the American Psychoanalytic Association; Vol 49 No. 4, lesen. Der Artikel kann bei mir vor dem Treffen angefordert werden. Falk

Balintgruppe
In der Balint-Gruppe geht es um die Therapeuten-Klienten-Beziehung im Erleben schwuler Therapeuten. Durch das aufdeckende Gespräch in der Gruppe über therapeutische Kontakte sollen die psychodynamischen Wechselbeziehungen zwischen dem Therapeuten, dem Klienten und seiner Krankheit deutlich gemacht und unter dem Beziehungsaspekt beleuchtet werden, um ein besseres Verständnis für die häufig unbewußten Kommunikationsstrukturen zwischen beiden Seiten zu gewinnen. Damit wird der Therapeut in die Lage versetzt, seine eigene Abwehr und Widerstände nicht auf den Klienten zu projezieren und ihm nicht Lösungsmöglichkeiten aufzudrücken, die nur für den Therapeuten selbst adäquat wären.

Coming out am Arbeitsplatz
Gruppe nicht nur für Neueinsteiger in der BASG sondern auch für Arbeitsplatzwechsler. Oder die, die immer wieder bemerken, daß sie wie von selbst das mit der Rainbowflag verzierte Autoheck vor der Klink Richtung Gebüsch parken, die Anstecknadel noch schnell vom Revers ziehen und auch den Kloß im Hals bemerken, wenn nach der Freundin gefragt wird. Bernhard

Positiv Leben
Die je nach Bedarf stattfindende Gruppe "Positiv Leben" bietet einen meist in kleiner Runde tagenden vertraulichen Gesprächskreis zu Fragen und Problemen, die in mehr oder weniger weitem Abstand das Thema HIV berühren. Es sollen dabei nicht medizinische bzw. therapeutische Fragen beantwortet, sondern eher die Spuren betrachtet werden, die diese Infektion bei Betroffenen und Nicht-Betroffenen hinterlässt. Deswegen richtet sich dieses Gesprächsangebot ausdrücklich sowohl an "HIV-Positive" wie "Negative" und selbstverständlich auch an Nicht-Getestete. Peter

Kamingespräch
Thema noch offen.

Und Weiterhin: Versand der Einladung über e-mail
Seit Juni 2003 werden die Einladungen nur noch an diejenigen per Post versand, die uns „noch“ keine e-mail Adresse mitgeteilt haben. Ziel ist möglichst alle Einladungen elektronisch zu verschicken. Daher anhaltend die Bitte die e-mail Adresse mitzuteilen. Der elektronische Versand bedeutet eine ernorme Kosten und Arbeitserleichterung (Layouterstellung – Versand – Druck – Falten – Eintüten – Porto – Versand). Ralph

 

THEMEN DER 88. TAGUNG (September 2003) Zum Anfang der Seite

Vortragsreihe - Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft
Anlässlich der kommenden Tagung im September spricht Dipl.-Psych. Holger Walther zum Thema:

"Schwule Partnerschaft – Gelingen und Scheitern aus systemischer Sicht"
Holger Walther berichtet vor dem Hintergrund seiner psychotherapeutischen Arbeit in eigener Praxis für Paar- und Familientherapie über Gelingen und Scheitern in schwulen Partnerschaften. Dabei geht er unter systemischen Gesichtspunkten auf die Rollenverteilung bezüglich übergeordneter Paarthematiken ebenso ein wie auf das paardynamische Prinzip der Triade. Auch Beobachtungen zu den Auswirkungen seit Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft auf die Paardynamik sind Teil seines Vortrags.

Als Co-Autor hat Holger Walther gemeinsam mit seinem langjährigen Partner Thomas Symalla das erste und einzige deutschsprachige Buch über „Systemische Beratung schwuler Paare“ verfasst (Carl Auer, Heidelberg/DAH 1997) – das jenen, die sich auf den Vortrag vorbereiten möchten, als Lektüre ausdrücklich empfohlen sei. Er publiziert darüber hinaus zu Aspekten schwuler Partnerschaften und berät als psychologischer Psychotherapeut in eigener Praxis für Paar- und Familientherapie schwule Paare. Er lebt in Berlin und arbeitet zudem als psychologischer Berater von Studierenden an der Humboldt-Universität.

Vortrag und Diskussion finden am Samstagnachmittag ab 16 Uhr im Rahmen eines Sonderplenums statt.
Herzliche Einladung an alle!

Psychoanalysegruppe
Die Arbeitsgruppe fiel an der letzten Tagung mangels Teilnehmer aus, daher bleibt der zuletzt angekündigte Artikel aktuell:

Beim nächsten Treffen werden wir uns wieder der spezifisch schwulen Entwicklung zuwenden und einen amerikanischen Artikel: The Overstimulation Of Everyday Life von Sidney H. Phillips, Journal of the American Psychoanalytic Association; Vol 49 No. 4, lesen. Der Artikel kann bei mir vor dem Treffen angefordert werden. Falk

Balintgruppe
In der Balint-Gruppe geht es um die Therapeuten-Klienten-Beziehung im Erleben schwuler Therapeuten. Durch das aufdeckende Gespräch in der Gruppe über therapeutische Kontakte sollen die psychodynamischen Wechselbeziehungen zwischen dem Therapeuten, dem Klienten und seiner Krankheit deutlich gemacht und unter dem Beziehungsaspekt beleuchtet werden, um ein besseres Verständnis für die häufig unbewußten Kommunikationsstrukturen zwischen beiden Seiten zu gewinnen. Damit wird der Therapeut in die Lage versetzt, seine eigene Abwehr und Widerstände nicht auf den Klienten zu projezieren und ihm nicht Lösungsmöglichkeiten aufzudrücken, die nur für den Therapeuten selbst adäquat wären.

Coming out am Arbeitsplatz
Gruppe nicht nur für Neueinsteiger in der BASG sondern auch für Arbeitsplatzwechsler. Oder die, die immer wieder bemerken, daß sie wie von selbst das mit der Rainbowflag verzierte Autoheck vor der Klink Richtung Gebüsch parken, die Anstecknadel noch schnell vom Revers ziehen und auch den Kloß im Hals bemerken, wenn nach der Freundin gefragt wird. Bernhard

Positiv Leben
Die je nach Bedarf stattfindende Gruppe "Positiv Leben" bietet einen meist in kleiner Runde tagenden vertraulichen Gesprächskreis zu Fragen und Problemen, die in mehr oder weniger weitem Abstand das Thema HIV berühren. Es sollen dabei nicht medizinische bzw. therapeutische Fragen beantwortet, sondern eher die Spuren betrachtet werden, die diese Infektion bei Betroffenen und Nicht-Betroffenen hinterlässt. Deswegen richtet sich dieses Gesprächsangebot ausdrücklich sowohl an "HIV-Positive" wie "Negative" und selbstverständlich auch an Nicht-Getestete. Peter

Kamingespräch
Aufgrund eines Versäumnisses eines BASG Mitgliedes - meines - hatten wir beim letzten Mal keinen Film; schön für das aktuelle Treffen. Ralph

Ma vie en rose
Ludovic ist 7 Jahre alt, spielt am liebsten mit Puppen und zieht sich Mädchenkleider an. Als Ludovic mit einem Nachbarsjungen Heiratspläne schmiedet und sich dem Anpassungsdruck «ein richtiger Junge zu werden» beharrlich widersetzt, gerät die Welt um ihn aus den Fugen. Ein witziger, ein trauriger, ein poetischer Film über einen «sissy-boy», einfach hinreißend schöööön. Herbert

Versand der Einladung über e-mail
Seit Juni 2003 werden die Einladungen nur noch an diejenigen per Post versendet, die uns „noch“ keine e-mail Adresse mitgeteilt haben. Ziel ist möglichst alle Einladungen elektronisch zu verschicken. Daher anhaltend die Bitte die e-mail Adresse mitzuteilen. Der elektronische Versand bedeutet eine ernorme Kosten und Arbeitserleichterung (Layouterstellung – Versand – Druck – Falten – Eintüten – Porto – Versand). Ralph

 

THEMEN DER 87. TAGUNG (Juni 2003) Zum Anfang der Seite

Vortragsreihe - Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft
"Sommerpause", im Herbst geht es weiter mit Holger Walther; sein Thema: die systemische Beratung schwuler Paare.

BASG in JGLP
Beim Septembertreffen 2001 berichteten Falk und Udo von einer Anfrage an die BASG von Seiten des US-amerikanischen "Journal of Gay & Lesbian Psychotherapy" (JGLP). Dieses plante eine Sonderausgabe zum Thema "The Mental Health Professions and Homosexuality: International Perspectives" und hatte um einen Beitrag aus Deutschland angefragt. Der Entwurf dieses Beitrags konnte bei dem Treffen sehr konstruktiv inhaltlich diskutiert werden, die überarbeitete Fassung wurde mit BASG-Unterstützung ins Englische übersetzt.
Dieser Beitrag ist nun unter dem Titel "From Perversion to Sexual Identity: Concepts of Homosexuality and Its Treatment in Germany" im JGLP, Vol. 7, No. 1 / 2, 2003, pp. 23-46 veröffentlicht. Die BASG erscheint dabei nicht nur in diesem Artikel: Ihre Bedeutung für die Aktivitäten bei der World Psychiatric Association (WPA) wird von Gene A. Nakajima im Beitrag "The Emergence of an International Lesbian, Gay, and Bisexual Psychiatric Movement" dargestellt. - Im selben Band berichtet zudem Prof. Udo Rauchfleisch über "Psychiatric, Psychoanalytic, and Mental Health Profession Attitudes Toward Homosexuality in Switzerland".
Auszüge aus diesem aktuellen JGLP-Band werden beim kommenden Treffen zur Verfügung gestellt. Udo

Psychoanalysegruppe
Thema der letzten Arbeitstagung war die Fallstudie eines jungen Wiener Aristokraten : J.v.T. war ein 23-jähriger Homosexueller, der von 1907 bis 1911 bei Freud in Behandlung war. Freud überwies diesen Kranken wegen einer Depression zur stationären Behandlung an Ludwig Binswanger jun. in die Anstalt Bellevue. Die Therapie wurde in regem Briefwechsel zwischen Freud und Binswanger diskutiert. Die Behandlung reichte von der Psychoanalyse bis zu instrumentellen Maßnahmen gegen Onanie. Wir diskutierten über diesen polypragmatischer Ansatz der Parallelen zu heutigen Behandlungsansätzen aufweist. Micha

Beim nächsten Treffen werden wir uns wieder der spezifisch schwulen Entwicklung zuwenden und einen amerikanischen Artikel: The Overstimulation Of Everyday Life von Sidney H. Phillips, Journal of the American Psychoanalytic Association; Vol 49 No. 4, lesen. Der Artikel kann bei mir vor dem Treffen angefordert werden. Falk

Balintgruppe
In der Balint-Gruppe geht es um die Therapeuten-Klienten-Beziehung im Erleben schwuler Therapeuten. Durch das aufdeckende Gespräch in der Gruppe über therapeutische Kontakte sollen die psychodynamischen Wechselbeziehungen zwischen dem Therapeuten, dem Klienten und seiner Krankheit deutlich gemacht und unter dem Beziehungsaspekt beleuchtet werden, um ein besseres Verständnis für die häufig unbewußten Kommunikationsstrukturen zwischen beiden Seiten zu gewinnen. Damit wird der Therapeut in die Lage versetzt, seine eigene Abwehr und Widerstände nicht auf den Klienten zu projezieren und ihm nicht Lösungsmöglichkeiten aufzudrücken, die nur für den Therapeuten selbst adäquat wären.

Coming out am Arbeitsplatz
Gruppe nicht nur für Neueinsteiger in der BASG sondern auch für Arbeitsplatzwechsler. Oder die, die immer wieder bemerken, daß sie wie von selbst das mit der Rainbowflag verzierte Autoheck vor der Klink Richtung Gebüsch parken, die Anstecknadel noch schnell vom Revers ziehen und auch den Kloß im Hals bemerken, wenn nach der Freundin gefragt wird. Bernhard

Positiv Leben
Die je nach Bedarf stattfindende Gruppe "Positiv Leben" bietet einen meist in kleiner Runde tagenden vertraulichen Gesprächskreis zu Fragen und Problemen, die in mehr oder weniger weitem Abstand das Thema HIV berühren. Es sollen dabei nicht medizinische bzw. therapeutische Fragen beantwortet, sondern eher die Spuren betrachtet werden, die diese Infektion bei Betroffenen und Nicht-Betroffenen hinterlässt. Deswegen richtet sich dieses Gesprächsangebot ausdrücklich sowohl an "HIV-Positive" wie "Negative" und selbstverständlich auch an Nicht-Getestete. Peter

Kamingespräch
Film: "Ma vie en rose"
Ludovic ist 7 Jahre alt, spielt am liebsten mit Puppen und zieht sich Mädchenkleider an. Als Ludovic mit einem Nachbarsjungen Heiratspläne schmiedet und sich dem Anpassungsdruck "ein richtiger Junge zu werden" beharrlich widersetzt, gerät die Welt um ihn aus den Fugen. Ein witziger, ein trauriger, ein poetischer Film über einen "sissy-boy", einfach hinreißend schööön. Herbert

Versand der Einladung über e-mail
Liebe Leser,
ab Juni 2003 werden wir die Einladungen nur noch an diejenigen per Post versenden, die uns "noch" keine e-mail Adresse mitgeteilt haben. Ziel ist natürlich möglichst einen Großteil über den elektronischen Weg zu verschicken, deshalb auch heute noch mal die Bitte eure e-mail Adresse mitzuteilen. Der elektronische Versand bedeutet eine enorme Kosten und Arbeitserleichterung (Layouterstellung - Versand - Druck - Falten - Eintüten - Porto - Versand). Bitte denkt bei einem Wechsel der e-mail Adresse daran diesen auch uns mitzuteilen. Ralph

Mitgliederversammlung
Der Vorstand der BASG lädt am Sonntag, dem 15. Juni 2003, um 12.00 Uhr zur Mitgliederversammlung in die Akademie Waldschlößchen in 37130 Reinhausen ein.

Tagesordnung
1. Wahl des Versammlungsleiters und des Protokollführers
2. Anträge zur Ergänzung und Änderung der Tagesordnung
3. Bericht der Kassenprüfer 2002
4. Entlastung des Kassenführers für 2002
5. Berichte des Vorstandes und der Referenten
6. Entlastung des Vorstandes
7. Neuwahl des Vorstandes
8. Verschiedenes

R. G., Frankfurt, den 12.05.2003

www.basg.de
Wer Tipps für weitere Links für die Homepage hat: bitte per email an mail(at)basg.de. Ralph

 

THEMEN DER 86. TAGUNG (März 2003) Zum Anfang der Seite

Vortragsreihe - Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft

Dipl.-Psych. Dr. phil. Thomas Grossmann spricht zum Thema:
"Prähomosexuelle Kindheiten"

Im Rahmen der Vortragsreihe freuen wir uns am kommenden Treffen auf Dr. Thomas Grossmann. Er stellt unter dem Titel "Prähomosexuelle Kindheiten" die bemerkenswerten Ergebnisse seiner jüngsten empirischen Untersuchung vor. Sie befasst sich mit der Geschlechtsrollenkonformität und -nonkonformität bei homosexuellen Männern in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter. Dabei geht er u.a. den Fragen nach, ob wesentliche Unterschiede im Geschlechtsrollenverhalten prähomosexueller Jungen in der Kindheit bestehen und wie sich diese auf soziale Einbindung, psychosexuelle Entwicklung, Coming out und spätere Beziehungsgestaltung auswirken. Siehe auch: "Prähomosexuelle Kindheiten. Eine empirische Untersuchung über Geschlechtsrollenkonformität und -nonkonformität bei homosexuellen Männern", Thomas Grossmann in: Zeitschrift für Sexualforschung, Hrsg: M. Dannecker, H. Richter-Appelt, 15. Jahrgang, Heft 2, Stuttgart 2002.

Thomas Grossmann, Dipl.-Psych. Dr. phil., Psychologischer Psychotherapeut, arbeitet in einer Erziehungsberatungsstelle. Er ist Autor auflagenstarker Bücher wie "Schwul - na und?" (Dezember. Aufl., Erstauflage 1981) oder "Eine Liebe wie jede andere" und lebt in Hamburg.

Im September wird die Vortragsreihe fortgesetzt mit Holger Walther; sein Thema: die systemische Beratung schwuler Paare. Udo

Vortrag und Diskussion finden am Samstagnachmittag ab 16 Uhr im Rahmen eines Sonderplenums statt. Herzliche Einladung an alle!

Anmerkung:
Der Redaktion ist ein Fehler unterlaufen: Ich habe den Titel des Vortrags von Prof. Dannecker im März 2002 zum regelmäßigen Untertitel der Vortragsreihe werden lassen:
Vortragsreihe - Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft
„Vom schönen Schein der Normalität – Homosexualität an der Jahrtausendwende“
Mittlerweile ist dieser "Untertitel" wieder von den Seiten der Homepage verschwunden, obwohl mir das Löschen schwergefallen ist. Ich finde er passt doch sehr zu der gesamten Vortragsreihe. Ralph

Psychoanalysegruppe
Beim letzten Treffen der Arbeitsgruppe haben wir uns auf das am Nachmittag stattfindende Referat von Sophinette Becker vorbereitet, indem ich einen kurzen Überblick über die psychoanalytischen Theorien zur Psychosexualität und vor allem zur Geschlechtsidentität referiert habe. Im Focus stand dabei der erstaunliche Bruch zwischen Freuds Auffassung der männlichen Entwicklung, die seiner Theorie nach quasi bruchlos auf eine männliche Identifizierung und eine heterosexuelle Objektwahl hinausläuft, und der geradezu konträren Auffassung der neueren Entwicklungstheorien, die genau die männliche Entwicklung wegen der Ablösungsschwierigkeiten vom Primärobjekt der Mutter als die schwierigere und störungsanfälligere ansehen.
Beim nächsten Treffen werden wir uns wieder der spezifisch schwulen Entwicklung zuwenden und einen amerikanischen Artikel: The Overstimulation Of Everyday Life von Sidney H. Phillips, Journal of the American Psychoanalytic Association; Vol 49 No. 4, lesen. Der Artikel kann bei mir vor dem Treffen angefordert werden. Er bietet, wie ich glaube, auch einen spannenden Einstieg in das am Nachmittag stattfindende Referat von T. Grossmann. Falk

Balintgruppe
Bei der Besprechung einer Geschichte von Schwierigkeiten und Unsicherheiten am Arbeitsplatz zeigten sich auch bei anderen Teilnehmern, dass das Thema „Coming-out“ offensichtlich wohl nie abgeschlossen wird... Peter

Kamingespräch
Film: "Ma vie en rose"
Ludovic ist 7 Jahre alt, spielt am liebsten mit Puppen und zieht sich Mädchenkleider an. Als Ludovic mit einem Nachbarsjungen Heiratspläne schmiedet und sich dem Anpassungsdruck "ein richtiger Junge zu werden" beharrlich widersetzt, gerät die Welt um ihn aus den Fugen. Ein witziger, ein trauriger, ein poetischer Film über einen "sissy-boy", einfach hinreißend schööön. Herbert

Versand der Einladung über e-mail
Liebe Leser,
ab Juni 2003 werden wir die Einladungen nur noch an diejenigen per Post versenden, die uns "noch" keine e-mail Adresse mitgeteilt haben. Ziel ist natürlich möglichst einen Großteil über den elektronischen Weg zu verschicken, deshalb auch heute noch mal die Bitte eure e-mail Adresse mitzuteilen. Der elektronische Versand bedeutet eine enorme Kosten und Arbeitserleichterung (Layouterstellung - Versand - Druck - Falten - Eintüten - Porto - Versand). Bitte denkt bei einem Wechsel der e-mail Adresse daran diesen auch uns mitzuteilen. Ralph

Mitgliederversammlung im Juni
Schon jetzt sei daran erinnert, dass im Juni die Mitgliederversammlung ansteht. U.a. steht die Neuwahl des Vorstandes auf dem Programm. Ralph

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Wer Tipps für weitere Links für die Homepage hat: bitte per email an mail(at)basg.de. Ralph

 

THEMEN DER 85. TAGUNG (Dezember 2002) Zum Anfang der Seite

Vortragsreihe - Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft

Dipl.-Psych. Sophinette Becker spricht zum Thema:
"Frauenphantasien - Männerphantasien"

Zunächst werden die Verminungen und Unklarheiten des Themas (was sind Frauen? was sind Männer? was ist Phantasie?) benannt. Im Folgenden geht es um das Spannungsfeld, in dem sich Frauenphantasien und Männerphantasien abspielen, (entwicklungspsychologische Gemeinsamkeiten und ihre geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Aufladungen), um verschiedene Ebenen von Phantasie und last not least um Phantasie und Sexualität.

Vortrag und Diskussion finden am Samstagnachmittag ab 16 Uhr im Rahmen eines Sonderplenums statt. Herzliche Einladung an alle!

Psychoanalysegruppe
Beim kommenden Treffen wird die Arbeitsgruppe Psychoanalyse sich nach einem Vorschlag von Falk mit der Studie von Nancy J. Chodorow: „Die Macht der Gefühle. Subjekt und Bedeutung in Psychoanalyse, Geschlecht und Kultur“, Kohlhammer, Stgt. (2001), beschäftigen. Wer den Text noch benötigt kann sich auch an Udo wenden. Ralph

Balintgruppe
Bei der Besprechung einer Geschichte von Schwierigkeiten und Unsicherheiten am Arbeitsplatz zeigten sich auch bei anderen Teilnehmern, dass das Thema „Coming-out“ offensichtlich wohl nie abgeschlossen wird... Peter

Positiv Leben
Die Runde war geprägt durch die Verunsicherung der Teilnehmer durch ansteigende gesundheitliche Probleme von Langzeitinfizierten. Deutlich wurde, dass der Traum vom problemlosen Leben mit HIV von einer wieder neuen Realität getrübt ist und die Auseinandersetzung damit noch kaum begonnen hat. Peter

Kamingespräch
Beim nächsten Mal können wir den Film „Head On“ sehen. „Head On“ ist ein Film über den 19-jährigen Griechen Ari und seinen Weg nach dem Coming Out. Ralph

Versand der Einladung über e-mail
Aus Gründen der Arbeitserleichterung und Kostenreduktion planen wir den Versand der Einladung zukünftig zumindest teilweise über e-mail. Im Rahmen eines einjährigen Testlaufs soll der elektronische und traditionelle Versand parallel verlaufen. Wir bitten um Mitteilung der e-mail Adresse auf der Anmeldekarte. Ralph

www.basg.de
Wer Tipps für weitere Links für die Homepage hat: bitte per email an mail(at)basg.de. Ralph

 

THEMEN DER 84. TAGUNG (September 2002) Zum Anfang der Seite

Vortragsreihe - Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft

Dr. Herbert Gschwind spricht zum Thema:
"Homosexuelle Väter"

Homosexuelle Väter sind homosexuelle Männer und können nicht als eine davon gesonderte Gruppe betrachtet werden. Sie teilen mit diesen die gesellschaftliche Situation der Homosexuellen, zu der nicht zuletzt auch das nach wie vor prekäre Verhältnis der organisierten Psychoanalyse zur Homosexualität gehört. Gleichwohl sind homosexuelle Väter auch ein Sonderfall. Noch hat eine (biologische) Vaterschaft - die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin einmal beiseite gelassen - den Geschlechtsverkehr mit einer Frau zur Voraussetzung. Und noch ist die Vaterschaft eines Mannes scheinbar naturwüchsig mit der Annahme seiner heterosexuellen Orientierung assoziiert. Allein schon daraus lässt sich auf eine konflikthafte Bedeutung des Vaterwerdens für homosexuelle Männer schließen. Die Konflikte homosexueller Väter mit ihrer Homosexualität, mit ihren Partnerinnen und mit ihren Kindern sollen aus sexualwissenschaftlicher und psychoanalytischer Perspektive problematisiert werden. Der auf das Subjekt ‚homosexueller Vater‘ gerichtete Fokus wird Fragen evozieren zu Vorstellungen von Vaterschaft, zur Imago des eigenen Vaters und nicht zuletzt zur Bedeutung des Kinderwunsches homosexueller Männer und damit auch zur gegenwärtigen Entwicklung, sich diesen Wunsch durch die Reproduktionsmedizin oder die Durchsetzung eines Adoptivrechts für ‚homosexuelle Paare‘ zu erfüllen.

Vortrag und Diskussion finden am Samstagnachmittag ab 16 Uhr im Rahmen eines Sonderplenums statt. Herzliche Einladung an alle!

Massage-Sport-Bewegung
Wie auch beim letzten Mal möchte ich wieder eine kleine Rückenmassage anbieten. Vielleicht hat noch jemand Interesse auf Bewegung mit anderen zusammen – und kann ein entsprechendes Angebot an die Gruppe machen.

Kamingespräch
Beim nächsten Mal können wir den Film „Head On“ sehen. „Head On“ ist ein Film über den 19-jährigen Griechen Ari und seinen Weg nach dem Coming Out. Ralph

Neues von www.basg.de
Die BASG-Homepage bietet jetzt eine aktualisierte und erweiterte Link-Liste. Hier finden sich Querverweise zu allgemeinen schwulen Projekten oder Organisationen, wie dem internationalen Forschungszentrum für schwul-lesbische Studien („Homodok“) oder der ILGA ebenso wie zum Waldschlösschen. Daneben liegt ein Schwerpunkt bei anderen lesbi-schwulen Gruppen im Gesundheitswesen, in Europa und Übersee. Wer dort surft findet nicht nur die der BASG entsprechenden Partnerorganisationen - z. B. in der Schweiz oder in den USA – sondern kann auch Unerwartetes entdecken. So die „Lesbian and Gay Veterinary Medical Association“ oder „iraniangaydoctors“. Per Mausklick kann geht es aber auch direkt zu Stellungnahmen von Fachgesellschaften zu schwulen Themen. Entsprechende Komitees finden sich bei der „American Psychoanalytic Association“ oder der „American Psychological Association“, die „American Psychoanalytical Foundation“ bietet ein Homophobie-Forum an. – Fazit: Reinschauen lohnt.
Wer Tipps für weitere Links für die Homepage hat: bitte per email an mail(at)basg.de. Udo

Versand der Einladung über e-mail
Aus Gründen der Arbeitserleichterung und Kostenreduktion planen wir den Versand der Einladung zukünftig zumindest teilweise über e-mail. Im Rahmen eines einjährigen Testlaufs soll der elektronische und traditionelle Versand parallel verlaufen. Wir bitten um Mitteilung der e-mail Adresse auf der Anmeldekarte. Ralph

Erinnerung
Der Vorstand der BASG bittet an die regelmäßige und rechtzeitige Bezahlung des Mitgliederjahresbeitrags zu denken. Dies ist für die finanzielle Lage der BASG unbedingt notwendig. Eine bewährte und von vielen bereits praktizierte Methode ist die Einrichtung eines Dauerauftrags. Danke Ralph

 

THEMEN DER 83. TAGUNG (Juni 2002) Zum Anfang der Seite

Vortragsreihe - Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft
Im Juni machen wir Sommerpause und setzen unsere Reihe mit Vorträgen externer Referenten zum Thema „Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft“ erst wieder im September fort.

Balintgruppe
Unsere Balintgruppe, seit Jahren fest etabliert, befasst sich - je nach Möglichkeit - als Supervisions- oder Intervisionsgruppe mit von den Teilnehmern eingebrachten Fällen, Beziehungen zu Klienten oder auch Mitarbeitern. Das besondere dieser Gruppe liegt im schwulen Rahmen, den die BASG naturgemäß bietet. In dieser Form, so weit ich weiß, absolut einzigartig.
Auch beim letzten Treffen ergaben sich im Rahmen dieser Gruppe interessante, klärende Einsichten. Nicht immer einfach, aber gewinnbringend. Alle sind herzlich eingeladen. Sebastian

Psychoanalysegruppe
Beim letzten Treffen der Psychoanalysegruppe haben wir den Themenschwerpunkt "latente Homosexualität" fortgesetzt. Die Lektüre von "Männliche Homosexualität und Rasse" aus Sander I. Gilmans "Freud, Identität und Geschlecht" hat zunächst unsere Verwirrung über den theoretisch angenommenen Zusammenhang zwischen sog. latenter Homosexualität und Paranoia noch vergrößert. Bei einem der nächsten Treffen werden wir das Thema weiter verfolgen mit Theweleits Überlegungen zum Zusammenhang zwischen Homosexualität und dem "soldatischen Mann" aus den "Männerphantasien". Im Juni geht es aber weniger historisch weiter. Wir werden eine zeitgenössische Theorie über Geschlecht und Identität von Nancy Chodorow aus "Die Macht der Gefühle" (Teil 2: Geschlecht als persönliches und kulturelles Konstrukt S. 67-88) lesen. Falk

Kamingespräch
Samstagabend sahen wir beim letzten Mal eine Folge der britischen Kult-Serie „Queer as Folk“. Sie war bei ihrer Erstausstrahlung heftig umstritten – das deutsche Fernsehen hat sie bis heute nicht gezeigt. Die Handlung spielte überwiegend in der Schwulenszene von Manchester; wie in jeder Soap Opera ging es auch hier um Herz und Schmerz, Schuld und Sühne, Liebe und Sex.

Beim nächsten Mal können wir den Film „Head On“ oder den Klassiker „Caravaggio“ sehen. Head On ist ein Film über den 19-jährigen Griechen Ari und seinem Weg nach dem Comming Out. Para polu wraia. Kalhspera saV. Ralph

Versand der Einladung über e-mail
Aus Gründen der Arbeitserleichterung und Kostenreduktion planen wir den Versand der Einladung zukünftig zumindest teilweise über e-mail. Im Rahmen eines einjährigen Testlaufs soll der elektronische und traditionelle Versand parallel verlaufen. Wir bitten um Mitteilung der e-mail Adresse auf der Anmeldekarte. Ralph

Einladung zur Mitgliederversammlung
Der Vorstand der BASG lädt am Samstag, den 8. Juni 2002, um 16.00 Uhr zur Mitgliederversammlung im Freien Tagungshaus Waldschlößchen in 37130 Reinhausen ein.

Tagesordnung
1. Wahl des Versammlungsleiters und des Protokollführers
2. Anträge zur Ergänzung und Änderung der Tagesordnung
3. Bericht der Kassenprüfer 2001
4. Entlastung des Kassenführers für 2001
5. Berichte des Vorstandes und der Referenten
6. Entlastung des Vorstandes
7. Verschiedenes
Ralph

 

THEMEN DER 82. TAGUNG (März 2002) Zum Anfang der Seite

Vortragsreihe - Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft

Im März setzen wir unsere Reihe von Vorträgen externer Referenten zum Thema „Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft“ fort.

Wir freuen uns auf Prof. Martin Dannecker, welcher sich mit der Frage beschäftigen wird, wie denn nun die Integration des gewöhnlichen Homosexuellen in die Gesellschaft gelungen ist:
„Vom schönen Schein der Normalität – Homosexualität an der Jahrtausendwende“.

Vortrag und Diskussion finden am Samstagnachmittag ab 16 Uhr im Rahmen eines Sonderplenums statt. Herzliche Einladung an alle!

Psychoanalysegruppe
Beim letzten Treffen hat die Arbeitsgruppe Psychoanalyse, die sich bei den nächsten Treffen mit dem Themenkomplex der latenten Homosexualität auseinandersetzen wird, den klassischen „Fall Schreber“ von Freud gelesen. Wir waren verwirrt über die Konfusionen, die diesen Text durchziehen. Angefangen mit der Unklarheit der Diagnose Paranoia/Schizophrenie über die Vermengung der sexuellen Orientierung mit der Frage der Geschlechtsidentität bis zu Freuds Pointierung der sexuellen unter Vernachlässigung der deutlich antisemitischen Wahninhalte. Dieses Thema werden wir weiter verfolgen mit der Lektüre von „Lesarten von Geisteskrankheiten: Männliche Homosexualität und die Rhetorik der Rasse“ aus Sander L.Gilman :“Freud, Identität und Geschlecht“ S. 198-249. Das Buch ist im Fischer verlag erschienen, aber wohl vergriffen. Kopien können bei mir oder Ulrich bestellt werden. Falk

Balintgruppe
Unsere Balintgruppe, seit Jahren fest etabliert, befasst sich - je nach Möglichkeit - als Supervisions- oder Intervisionsgruppe mit von den Teilnehmern eingebrachten Fällen, Beziehungen zu Klienten oder auch Mitarbeitern. Das besondere dieser Gruppe liegt im schwulen Rahmen, den die BASG naturgemäß bietet. In dieser Form, so weit ich weiß, absolut einzigartig.
Auch beim letzten Treffen ergaben sich im Rahmen dieser Gruppe interessante, klärende Einsichten. Nicht immer einfach, aber gewinnbringend. Alle sind herzlich eingeladen. Sebastian

Versand der Einladung über e-mail
Aus Gründen der Arbeitserleichterung und Kostenreduktion planen wir den Versand der Einladung zukünftig zumindest teilweise über e-mail. Im Rahmen eines einjährigen Testlaufs soll der elektronische und traditionelle Versand parallel verlaufen. Wir bitten um Mitteilung der e-mail Adresse auf der Anmeldekarte. Ralph

Euro und neue Preise
Im Plenum der letzten Tagung haben wir anlässlich der Währungsumstellung eine Anpassung der Preise beschlossen. Zudem ist die 3. Preiskategorie der Übersicht halber weggefallen. Natürlich gibt es weiterhin die Möglichkeit bei Finanzierungsschwierigkeiten mit Dirk Kontakt aufzunehmen. Ralph

Kamingespräch
„Queer as Folk“

Samstag abend sahen wir beim letzten Mal die Verfilmung von Quentin Crisps Autobiografie „The Naked Civil Servant“. Jochen hatte die humorvolle cineastische Version des wechselhaften und spannenden, nicht einer gewissen Tragik entbehrenden Lebenslaufs des späteren Englishman in New York (Sting) mitgebracht.
Für das nächste Mal steht wiederum Britisches auf dem Programm: die Kult-Serie „Queer as Folk“. Sie war bei ihrer Erstausstrahlung heftig umstritten – das deutsche Fernsehen hat sie bis heute nicht gezeigt. Die Handlung spielt überwiegend in der Schwulenszene von Manchester; wie in jeder Soap Opera geht es auch hier um Herz und Schmerz, Schuld und Sühne, Liebe und Sex. Apropos Sex: Das Schweizer Fernsehen hat vor der ersten Sendung vorsorglich den Hinweis gegeben, wer Probleme damit habe, dass es bei Homosexualität eben auch um Sexualität gehe, möge doch bitte umschalten.
Das wahrscheinlich Ungewöhnlichste an dieser Serie: die schwulen Figuren bekleiden keine Alibi- oder Nebenrollen oder werden für Sitcom-Lacher benutzt, sondern bilden selbst das Zentrum der Handlung. Bemerkenswerterweise räumten auch anfangs entrüstete englische Boulevard-Blätter nach weiteren Folgen ein, dass „Queer as Folk“ nicht nur ausgezeichnet geschrieben und gespielt ist, sondern sich zunehmend von einer scheinbaren Provokation zu einem differenzierten Drama entwickelt. Udo

 

THEMEN DER 81. TAGUNG (Dezember 2001) Zum Anfang der Seite

Vortragsreihe - Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft

Dr. Rainer Herrn spricht zum Thema:
"Die Biologisierung der Homosexualität - Tendenzen und Motive. Ein doppelter Rückfall"

Im Dezember ist es nun soweit. Zum Auftakt einer Reihe von Vorträgen externer Referenten zum Thema "Der schwule Mann zwischen Medizin und Gesellschaft" wird Dr. Rainer Herrn bei der BASG-Tagung sprechen. Sein Thema: wieder "moderne" Entwicklungen bei der Konzeptualisierung von Homosexualität. Brisante Aktualität bekommt die Thematik gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen politisch-ethischen Diskussion zur Genforschung und kontrovers eingeschätzten Möglichkeiten der Präimplantationsdiagnostik. - Rainer Herrn ist Mitarbeiter der Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaften, Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft Berlin. Vortrag und Diskussion finden am Samstagnachmittag ab 16 Uhr im Rahmen eines Sonderplenums statt. Die Moderation übernimmt Ulrich. Herzliche Einladung an alle!

Beim 82. BASG-Treffen vom 15.-17.3.2002 wird die Reihe fortgesetzt: Prof. Dr. Martin Dannecker beschäftigt sich mit der Frage, wie weit denn nun die Integration des gewöhnlichen Homosexuellen in die Gesellschaft gekommen ist: "Vom schönen Schein der Normalität - Homosexualität an der Jahrtausendwende". Bitte vormerken! Udo

AG JGLP-Artikel
Im letzten Sommer hat die BASG eine Anfrage der Herausgeber der amerikanischen Zeitschrift "The Journal of Gay and Lesbian Psychotherapy" (JGLP) erhalten. Diese Zeitschrift gibt ein Sonderheft über die professionelle Haltung zur Homosexualität in den Bereichen Psychiatrie, Psychoanalyse und öffentliches Gesundheitswesen heraus. Die BASG wurde um einen entsprechenden Beitrag über die Situation in Deutschland gebeten.
Nach Kontaktaufnahme mit den Herausgebern, bei der wir um Verlängerung der deadline baten, haben Udo und ich uns entschlossen, diese Aufgabe zu übernehmen.
Beim 80. Treffen der BASG haben wir in einer größeren Arbeitsgruppe unser Konzept des Artikels vorgestellt. Im Anschluss kam es zu einer anregenden Diskussion. Wie nicht anders zu erwarten, gab es auch Vorschläge einer anderen Gewichtung von verschiedenen Teilaspekten. Einige der Vorschläge haben wir nach dieser Diskussion in die veränderte Fassung des Artikels aufnehmen können.
Abschließend wurde im Plenum nach einem Antrag von unserer Seite beschlossen, dass die BASG einen finanziellen Beitrag für die Übersetzung des Artikels zur Verfügung stellt. Falk

Psychoanalysegruppe
Da bei der 80. Arbeitstagung aus aktuellen Gründen der Entwurf eines Artikels fürs JGLP vorgestellt wurde, war die im letzten Programm angekündigte Diskussion zu Freuds Aufsatz über den Fall Schreber "Psychoanalytische Bemerkungen über einen autobiographisch beschriebenen Fall von Paranoia" (1915) nicht zustande gekommen. Es ist nun geplant, dies beim kommenden Treffen nachzuholen. Der Artikel findet sich in der Studienausgabe Bd. VII und soll als Einstieg in eine Klärung des immer wieder missverständlichen Begriffs der "latenten Homosexualität" dienen. Wer den Text nicht bei der Hand hat, kann sich wegen einer Kopie an Herbert oder mich wenden. Udo

Balintgruppe
Unsere Balintgruppe, seit Jahren fest etabliert, befasst sich - je nach Möglichkeit - als Supervisions- oder Intervisionsgruppe mit von den Teilnehmern eingebrachten Fällen, Beziehungen zu Klienten oder auch Mitarbeitern. Das besondere dieser Gruppe liegt im schwulen Rahmen, den die BASG naturgemäß bietet. In dieser Form, so weit ich weiß, absolut einzigartig.
Auch beim 80. Treffen ergaben sich im Rahmen dieser Gruppe interessante, klärende Einsichten. Nicht immer einfach, aber gewinnbringend. Alle sind herzlich eingeladen. Sebastian

Cineastischer Abend
Die regnerisch-herbstliche Witterung am 80. Tagungswochenende lud nachgerade dazu ein, den Samstagabend gemeinsam und gemütlich zu verbringen. Rosa von Praunheims filmisch verarbeitete Hirschfeld-Biografie "Der Einstein des Sex" - mitgebracht von Michael - fand große Resonanz, und blieb naturgemäß nicht unkommentiert. Die BASG-Filmreihe wird im Dezember fortgesetzt, nach vorläufiger Planung mit einer Biografie von und mit der exzentrischen Ikone Quentin Crisp oder aber mit der im deutschen Fernsehen bislang noch nicht ausgestrahlten Kultserie "Queer as Folk". Udo

Massage
Während des 80. Treffens fand sich eine kleine Gruppe zur gegenseitigen Rückenmassage zusammen, um Muskelverhärtungen wahrzunehmen und aufzulösen, Berührung zu spüren und sich so zu begegnen. Decken, Massageöl waren schnell organisiert. Hier und da gab es unterstützenden Rat. Mit einem Mal entstand eine sehr entspannende, wohltuende Stimmung.
Am Ende, gut erholt, war klar, so etwas wollen wir wieder machen. Und deshalb die Einladung, bequeme Sachen mitzubringen, Massageöl nicht zu vergessen. Dann hoffen wir, dass wir den ehemaligen Körperarbeitsraum, der jetzt vornehmer Gartensaal heißt, wieder zur Verfügung haben werden. Sebastian

 

THEMEN DER 80. TAGUNG (September 2001) Zum Anfang der Seite

Psychoanalysegruppe
Der Begriff der "latenten Homosexualität" schafft immer wieder Mißverständnisse, was darunter denn eigentlich zu verstehen sei. Freuds berühmte Anmerkung, "daß alle Menschen der gleichgeschlechtlichen Objektwahl fähig sind und dieselbe auch im Unbewußten vollzogen haben" sagt nicht, daß alle Männer "latent" homosexuell sind, sondern spricht von einer Objektwahl und nicht von einer sexuellen Orientierung. Gleichwohl ergeben sich aus den "Mißverständnissen" sowohl in der Theorie wie in der Praxis oft unsinnige Schlußfolgerungen. In der Gruppe soll die Diskussion der "latenten Homosexualität" zu einer Klärung führen. Als Einstieg in die Diskussion wird der - zugegeben etwas lange - Aufatz von Freud: Psychoanalytische Bemerkungen über einen autobiographisch beschriebenen Fall von Paranoia (1915), Studienausgabe Bd. VII, empfohlen. Wer den Text nicht bei der Hand hat, kann sich wegen einer Kopie an Udo oder an mich wenden. Herbert

 

THEMEN DER 79. TAGUNG (Juni 2001) Zum Anfang der Seite

Tagungsprojekt: Homosexualität und Psychotherapie (Arbeitstitel)
Die Arbeitsgruppe erarbeitet ein Konzept für eine Tagung, die in ca. zwei Jahren in Frankfurt stattfinden könnte. Gegenstand der Tagung soll in erster Linie eine Diskussion klinischer Fragestellungen sein ( z.B. Coming-out Problematik, sexuelle Funktionsstörungen bei schwulen Männer, Übertragungs- und Gegenübertragungskonstellationen in der Therapie mit schwulen Männern, Erwartungen schwuler Klienten an eine Therapie, Bedeutung der theoretischen Orientierung des Therapeuten in der therapeutischen Arbeit mit schwulen Klienten etc.,etc.,...). Arbeitsauftrag für die Teilnehmer bis zum nächsten Treffen in Göttingen:
1. Jeder erarbeitet ein Konzept bzw. eine Skizze für ein Thema/einen Themenkomplex eigener Wahl
2. Jeder schlägt eine(n) externen ReferentIn vor. Ulrich

Arbeitsgruppe Rückenschmerz
Rückenschmerzen bedeuten nicht nur eine erhebliche Verminderung der Lebensqualität für die Betroffenen, sie verursachen in den westlichen Industrienationen auch erhebliche Behandlungskosten und wirtschaftliche Folgeschäden durch Arbeitsausfälle. Dies liegt vor allem an der hohen Rezidivgefahr mit einer Tendenz zur Chronifizierung, die nicht selten zu einer frühen Invalidisierung führt.
90 % aller Rückenschmerzen sind unspezifisch, d.h. es kann kein pathologisch körperlicher Befund erhoben werden. Eine Therapie muss sich folglich an den dynamischen, multifakoriellen Entstehungsbedingungen orientieren. Die drei Anbieter der Arbeitsgruppe versuchten sich daher, angelehnt an ihren beruflichen Hintergrund (Anästhesie, Physiotherapie, Neurologie/Psychiatrie), der Erkrankung aus unterschiedlichen Perspektiven zu nähern.
Es wurden epidemiologische Daten, prädisponierende Faktoren und differentialdiagnostische Erwägungen dargestellt. Psychophysisch aktivierenden Therapiemethoden (z.B. Krankengymnastik, Sport) wurde der Vorrang gegenüber passivierenden Verfahren (z.B. Schonung, Wärmeanwendungen, Massage) eingeräumt. Besondere Berücksichtigung fand die medikamentöse Schmerztherapie, die im akuten Stadium erst die Voraussetzung schafft für die Anwendung aktivierender Verfahren. Der Rücken als typisch psychosomatisches Zielorgan ist nicht selten das Barometer der emotionalen Befindlichkeit. Die unterschiedlichen Verständnisansätze von Tiefenpsychologie und Verhaltenstherapie wurden kurz dargestellt.
Im praktischen Teil wurden die Teilnehmer mit den Möglichkeiten der Akupunktur bei der Behandlung von Rückenschmerzen vertraut gemacht. Auf großes Interesse stieß auch die anschauliche Vermittlung physiotherapeutischer Grundlagen. Bei Muskelkräftigung und Muskeldehnung müssen sowohl physiologische Erkenntnisse und statische Voraussetzungen als auch Bewegungsabläufe berücksichtigt werden.
Die hohe Informationsdichte der dreistündigen Veranstaltung wurde durch persönliche Erfahrungsberichte und zahlreiche Diskussionsbeiträge der Teilnehmer aufgelockert. Durch die intensive Zusammenarbeit gelang ein erfolgreicher Einstieg in die komplexe Thematik. Michael

Kamingespräch: "Sex in langjährigen Beziehungen"
Wie viel Sex darf/muss man nach mehrjähriger Beziehung noch mit dem Partner haben, damit es noch eine "vollständige" Beziehung ist? Diese Frage mag einen beschäftigen, wenn man merkt, dass die Lust auf den Partner nach Jahren nachlässt. Ist eine Beziehung ohne Sex noch eine solche? Im Februar gab es dazu im Spiegel einen interessanten Artikel, in dem ein Paartherapeut namens Mary die Hypothese aufstellte, dass eine langjährige harmonische Beziehung sich nicht mit einer erfüllten Sexualität vereinbaren lässt, da Sexualität durch Fremdheit und Entdeckertum erst "geil" wird. Im Gegenzug solle es aber auch langjährig sexuell erfüllte Beziehungen geben, die sich dann aber nicht durch Harmonie, Geborgenheitsgefühl u.ä. auszeichneten. Einen Erfahrungsaustausch mit "Betroffenen" und "Nichtbetroffenen", die aber eine Meinung dazu haben, fände ich im Rahmen des Kamingesprächs interessant. PS: Da ich im Juni nicht dabei sein kann, an dem Thema aber interessiert wäre, würde ich mich über eine eventuelle Verschiebung in den September freuen, falls sich ein anderes Thema fände. Ich könnte dann auch den Artikel mitbringen! Niel

Positiv Leben
In dieser kleinen, sehr privat diskutierenden Gruppe von 6 Männern war diesmal das offenbar immer wieder brenzlige Verhältnis der HIV-Getesteten zu den Nicht-Getesteten das vorherrschende Thema. Peter

nächster "Eintüttermin"
19.8.2001 bei Peter

Balint-Gruppe
In der Balint-Arbeit geht es um das Aufdecken von Wechselwirkungen zwischen Patient und Therapeut, wie sie nicht nur in einer psycho-therapeutischen Beziehung, sondern z.B. auch zwischen Arzt, Pfleger o.a. Behandlern und Patienten ablaufen. Das Medium, das diese oft nicht ohne weiteres zugänglichen Prozesse sichtbar machen kann und im Idealfall auch Lösungsansätze finden hilft für Konflikte, die eventuell erst hier thematisiert werden, ist die Diskussion und oft auch die Re-Inszenierung in der Gruppe, klassischerweise geleitet von einem ausgebildeten Balint-Therapeuten. Aber auch wenn Sigurd, der uns in dieser Funktion schon oft seine Erfahrung und Kenntnisse zur Verfügung gestellt hat, nicht die Gruppenleitung übernehmen konnte, hat sich regelmäßig eine dann "Intervisions-Gruppe" genannte Versammlung getroffen. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass es die offene, sehr ehrliche, vor allem aber vertrauensvolle Atmosphäre in dieser Gruppe immer wieder ermöglicht, wichtige Anregungen und vor allem jede Menge Kraft für den Alltag zu sammeln. Besonders wichtig und deshalb ganz herzlich willkommen sind neue Teilnehmer! Jochen

Feldenkrais-Methode
Die Stunden des Samstagnachmittags gingen vom morgendlichen Thema "Rücken" aus und gaben Gelegenheit, den gesamten Körper in der Bewegung zu erfahren und achtsam und spielerisch Möglichkeiten des Umgangs mit sich zu erforschen. Joachim

Chor
Wer Lust hat, sich voraussichtlich den Samstagabend mit etwas mehrstimmigem Gesang zu versüßen, ist hier richtig. Stimmliche Sicherheit ist willkommen, Notenkenntnisse sind gut, aber nicht nötig. Spaß an der Sache zählt! Noten werden gestellt. Bernhard

Coming-out am Arbeitsplatz
Diese Gruppe wendet sich zum einen an Teilnehmer, die ihr Coming-Out zum ersten Mal am Arbeitsplatz leben wollen. Zum anderen an "alte Hasen", die durch Arbeitsplatz-, Kollegen- oder Vorgestztenwechsel erneut mit der Frage konfrontiert sind. Bernhard

Motorradausflug
Du hast ein Motorrad? Das Wetterorakel sagt für das BASG - Wochenende Gutes voraus? Dann komm´doch mit´m Moped! Wir denken uns für Sbd.-Nachmittag ´ne schöne Tour aus.
Du hast kein Motorrad? Aber Lust, mitzufahren? Bring´ einen Helm, Handschuhe und was Winddichtes mit - und steig´ auf! Bernhard

Einladung zur Mitgliederversammlung
Der Vorstand der BASG lädt am Sonntag, den 10. Juni 2001, um 12.00 Uhr zur Mitgliederversammlung im Freien Tagungshaus Waldschlößchen in 37130 Reinhausen ein.

Tagesordnung
1. Wahl des Versammlungsleiters und des Protokollführers
2. Anträge zur Ergänzung und Änderung der Tagesord-
nung
3. Bericht der Kassenprüfer 2000
4. Entlastung des Kassenführers für 2000
5. Berichte des Vorstandes und der Referenten
6. Entlastung des Vorstandes
7. Neuwahl des Vorstandes
8. Verschiedenes

 

THEMEN DER 78. TAGUNG (März 2001) Zum Anfang der Seite

Kunsttherapie
Im Dezember wurde mit Ton gearbeitet. Auch an der kommenden Tagung soll die Gruppe fortgesetzt werden. Ralph

Krankenpflege
Die Gruppe traf sich beim letzten Treffen ( 7 Teilnehmer ),es ging um das Thema: "Sexualität in der Pflege". Ausgehend von einem Artikel aus der "Krankenpflege 4/94", streiften wir die eigenen und institutionellen Wert- und Moralvorstellungen und wichen auch öfters vom Thema ab (oder aus), aber zeitweise erlebte ich die Runde sehr persönlich, offen und vertrauensvoll. Nächstes Mal geht es um die "Atemstimulierende Einreibung" - worauf sich wohl nicht nur die Redaktion schon seit längerem freut. [Sehr richtig! Anm.d.R.] Falls Einem von Euch noch ein Thema für die Zukunft am Herzen liegt und beim nächsten Treffen nicht kommen kann, so lasset es uns trotzdem (für die Planung) irgendwie wissen. Torsten

QUO VADIS, BASG ? Ein Stimmungsbild
So hieß es am vergangenen Tagungstreffen. Die BASG besteht seit 20 Jahren und es war mal wieder - wie wohl alle 10 Jahre - eine Standortbestimmung nötig. In der abgelaufenen Diskussion im Plenum stießen sehr unterschiedliche Meinungen und Einschätzungen aufeinander, auch mit sehr kritischen Stellungnahmen. Im Ergebnis fand ich diese Auseinandersetzung konstruktiv. Und ich bin froh, daß ganz unterschiedliche Positionen nebeneinander und auch eine z.T. aggressive Auseinandersetzung in der Gruppe Platz haben. Einige organisatorische und inhaltliche Veränderungen sind angeschoben worden. Der Rahmen als multiprofessionelles Weiterbildungs-forum soll erhalten werden, wenn auch der von manchen als zu dominierend empfundene "Psycho-Anteil" kritisiert wurde. Insgesamt wurde deutlich, daß sich die BASG keine speziellen politischen oder gesellschaftlichen Ziele gesetzt hat, sondern sich versteht als Teil der schwulen Gemeinschaft mit unterschiedlichen schwulen Lebens- und Berufsgestaltungen. Sie ist und bleibt offen für alle Berufsgruppen im Gesundheitswesen, die Interesse haben am Austausch über ihre interdisziplinären Tätigkeitsbereiche. Dabei soll - und dies nicht nur am Rande - genügend Zeit und Möglichkeit der persönlichen Begegnung und freien Kommunikation bleiben. Dazu dienen über die spezifischen Arbeitsgruppen hinaus die interaktionellen Gruppenangebote ebenso wie die "Lust- und Freude-Aktivitäten" der sonnabendlichen Disco, der Spaziergänge in die wunderschöne Umgebung des Waldschlößchens, das gemeinsame Singen der jeweils spontanen Chor-Gruppe und auch die Entspannung in der Sauna als auch die besinnlichen Kamingespräche über "Schwule Sexualitäten". Auch Leute, die einfach unter Schwulen nur ein Wochenende in einer lockeren Atmosphäre mal relaxen wollen, finden Zeit und Raum dafür, ohne sich an Arbeitsgruppen beteiligen zu müssen.
Das Gelingen der 4 BASG-Treffen pro Jahr steht und fällt mit dem, was jeder an Eigeninitiative mitbringt: hast Du irgendein Thema oder eine Frage, die Dich beschäftigt, die Du mit anderen diskutieren möchtest? Bringe sie mit oder kündige das Thema im Rundbrief an. Es werden sich immer andere finden, die auch daran interessiert sind.
So kann die BASG ein lebendiges und wachsendes Feld bleiben mit Gewinn für alle Beteiligten. Die BASG lebt von den Mitbringseln und Bedürfnissen jedes Einzelnen, die er in die Gruppe einbringt und initiiert. So kam es schon immer zu interessanten, bewegenden, berührenden, spannenden, lustigen und ernsten Veranstaltungen und zu Begegnungen über alle beruflich vorgegebenen Hierarchien hinweg. Dies insgesamt hat mir die BASG in meiner langjährigen Beteiligung zu einer schwulen Heimat gemacht, die ich nicht mehr missen möchte und die mir in meinem sonst überwiegend heterosexualisierten Alltag eine wohltuende Entspannung geworden ist. Und so fiel es mir auch diesmal wieder sehr schwer, das sonntägliche Abschiedsritual durchzustehen - aber in der Hoffnung auf ein Wiedersehen in 3 Monaten mit möglichst vielen von den mir nah gewordenen Menschen. Sigurd

Psychoanalysegruppe
Beim letzten Treffen bestand die Gruppe zu einem guten Teil aus Teilnehmern, die erstmals zur BASG gekommen waren. So stand das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch über die Ausbildungs- und Arbeitssituation der Einzelnen im Vordergrund.
Die Diskussion des - lesenswerten! - Textes von Judith LeSoldat: "Der Strich des Apelles. Zwei homosexuelle Leidenschaften" aus der Psyche 7/2000 ist jetzt für das Frühjahrstreffen vorgesehen. Udo

Arbeitsrealität und Utopie
Die von Sebastian initiierte Gruppe soll im März fortgesetzt werden. Ralph

 

THEMEN DER 77. TAGUNG (Dezember 2000) Zum Anfang der Seite

Arbeitsrealität und Utopie
Mit diesem Titel möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich einerseits im normalen Arbeitsalltag in mancher Hinsicht zumindest gelegentlich an die Grenzen meiner Frustrationstoleranz stoße, andererseits aber nicht bereit bin, die mitunter krank machenden Strukturen ewig klaglos weiter zu ertragen. Weil ich aber zur Zeit diesbezüglich ziemlich ratlos bin, würde mich gern mit anderen zusammensetzen, um Erfahrungen auszutauschen. Ich bin neugierig, was andere für Wege gehen, um sich nicht zu sehr zu verschleißen. Auf dass die Freude an der Arbeit erhalten bleibe. Sebastian

Krankenpflege
Die Gruppe traf sich beim letzten Treffen mit 5 Teilnehmern. Das geplante atemstimulierende Einreiben konnte jedoch nicht durchgeführt werden, da die erfahrenden "Einreiber" leider nicht anwesend waren. So sprachen wir aus aktuellem Anlass und dem Umstand das 2 neue Pfleger in unserem Kreis weilten, über die Themen: Wie arbeitete diese Gruppe bisher? Was gibt es für gemeinsame / interessante Themen? Wir streiften dabei das Coming out am Arbeitsplatz, den Umgang mit Hirachien, sowie übergriffiges Verhalten im Arbeitsalltag. Es war eine kurzweilige Runde, in welcher wir uns über das Thema fürs nächste Mal einigten: Sexualität in der Pflege - Thomas und Torsten (T+T) bereiten den Input dafür vor. Das Thema "Atemstimulierende Einreibung" wurde auf den nächsten Frühling verschoben. Torsten
(da atmet´s sich auch leichter. Anm. d. Red.)

„Quo vadis BASG?“ - Rückblick auf die Diskussionsrunde
Auf dem Septembertreffen nahm, auf Grund der Tatsache, daß in letzter Zeit immer weniger Teilnehmer an den Wochenenden erschienen, diese Diskussion mit über vier Stunden einen größeren Raum ein.
Folgende Punkte wurden erörtert:
-Hat die BASG noch einen politischen Rechtfertigungshintergrund wie in den Gründungsjahren?
-Steht ein „Generationswechsel“ in der BASG an, verbunden mit der Frage, ob die „Newcomer“ sich neben den „alten Größen“ als Anbieter für Veranstaltungen aufzutreten trauen?
-Klimatische Bedingungen für zahlenmäßige Minderheiten in der BASG (Krankenpfleger und Psychologen vs. Mediziner oder analytischer Standpunkt vs. anderer Interventionsformen).
-Persönliche Kontakte vs. inhaltlicher Arbeit
-Die Aufnahme / der Empfang neuer Teilnehmer
-Die Gestaltung des Freitag–Abend–Plenums
-Abnehmende Bereitschaft, Gruppen i.d. BASG zu leiten.
Erste Konsequenzen:
-Im nächsten Freitagsplenum werden die meisten Kurse bereits von den Anbietern vorgestellt.
-Inzwischen wollen sich einige regelmäßige TN bei schon länger nicht mehr erschienenen TN erkundigen, wo mögliche Unzufriedenheiten liegen.
-Am Dezember–Termin wird weiter an möglichen / nötigen Erneuerungen gefeilt. Bernhard

Coming out am Arbeitsplatz
Gruppe nicht nur für Neueinsteiger in der BASG, sondern auch für Arbeitsplatzwechsler. Oder die, die immer wieder bemerken, daß sie wie von selbst das mit der Rainbowflag verzierte Autoheck vor der Klinik Richtung Gebüsch parken, die Anstecknadel noch schnell vom Revers ziehen und auch den Kloß im Hals bemerken, wenn nach der Freundin gefragt wird. Bernhard

Psychoanalyse
Wir lesen einen Text von Judith Le Soldat: „Der Strich des Apeles“, Psyche 7/2000

Kunsttherapie
Leider war Mark Roger beim letzten Treffen nicht da, er wird die Gruppe jedoch wieder anleiten .Der Einstieg in die Gruppe ist jederszeit möglich, da die Arbeit nicht zwingend aufeinander aufbaut.

 

THEMEN DER 76. TAGUNG (September 2000) Zum Anfang der Seite

Arbeitsgruppe: Tagung Homosexualität und Psychotherapie
Nachdem auf den letzten zwei Tagungen die Arbeitgruppe sich nicht getroffen hatte soll nun die Ideensammlung fortgesetzt und eventuell ein Konzept für die Tagung entwickelt werden. Ulrich

Kunsttherapie
Nachdem wir uns ein altes Spielzeug hergestellt und bebildert haben, wurde unser Zusammentreffen persönlicher. Es ging um unsere Ursprungsfamilie und die damit verbundenen Bilder und Verbindungen. Dargestellt haben wir sie in Tieren und Pflanzen. Der Austausch war rege, interessiert und jedem sehr nahe. Der Einstieg in die Kunsttherapiegruppe ist jederzeit möglich. Die einzelnen Treffen sind unabhängig und bauen nicht zwingend aufeinander auf. In lockerer und ungezwungener Atmosphäre wird gemalt und über die Bilder gesprochen. Mein Eindruck und die Rückmeldungen waren wiedereinmal sehr positiv. Es hat Spaß gemacht. Persönliches wird hier nicht erscheinen und bleibt in der Gruppe. Im Herbst geht es weiter. Es kam der Vorschlag mit Ton zu plastizieren. Ich bemühe mich, dieses zu realisieren und freue mich auf das nächste Treffen. Marc Roger

Krankenpfleger
Beim diesmaligen Treffen wollen wir uns einem ganz ‚unschwulem´ Thema widmen, nämlich der ‚Atemstimulierenden Einreibung´. Zeigte sich doch bei einem der letzten Treffen, daß diese äußerst wirksame Methode der Pneumonieprophylaxe Einigen unter uns gar nicht bekannt war. Natürlich werden wir den Worten auch gleich Taten folgen lassen und praktische Übungen zum Thema durchführen. Jockel
(Die "Atemstimulierende Einreibung" - köstlich! Anm.d.Red.)

Psychoanalysegruppe
Im Anschluß an die Diskussion über Fetisch und Fetischisierung (immer nach der Suche, was macht einen Mann für einen Mann zum begehrten Objekt, zum Objekt des Begehrens) soll Laufers Konzept der "zentralen Onaniephantasie" zum Gegenstand der weiteren Arbeit in der Gruppe werden. Dazu liegt ein Text von Reimut Reiche vor - "Die Rekostruktion der zentralen Onaniephantasie in der Analyse eines jungen Homosexuellen" - der zur Vorbereitung gelesen werden soll. Wer den Text haben möchte, der wende sich direkt an mich. Herbert

Kamingespräch
Diesmal: Das 1. Mal in der BASG - Bedeutungen.

 

THEMEN DER 75. TAGUNG (Juni 2000) Zum Anfang der Seite

Die BASG wird 20 und feiert ihre 75. Tagung
Anläßlich des kommenden Festes wollen wir wieder insbesondere diejenigen einladen, welche lange nicht mehr bei den Arbeitstreffen der BASG waren. Eine gewisse erprobte Struktur findet sich auch bei unserem diesjährigen Fest.
Mit großer Spannung kann erwartet werden, ob ein Frankfurter Mitglied, welches auf eine umfang-reiche Erfahrung im Bereich des Cheerleading zurückgreifen kann, sich zu einer Sonder-vorstellung im Rahmen des Gala-Dinners bewegen lässt.
Um eine noch genauere Beschäftigung der Teilnehmer miteinander anzustoßen, werden wir zwei Fotowände aufstellen: Durchaus im Sinne steigender Anforderungen, wünschen wir uns diesmal Bilder der Teilnehmer und ihrer Mütter! Es soll dann gelingen die passenden Bilder einander zuzuordnen. Beider Bilder sollten in der Zeit des Coming-Out des Sohnes aufgenommen worden sein.
Bezüglich der angekündigten Darbietungen liegen zwar schon Zusagen vor, jedoch ist jeder, der etwas beitragen möchte, willkommen.

Völkerball
Der Mannschaftssport scheint uns nicht mehr los zu lassen. Trotz schwerwiegender Verletzungen anläßlich des Fußballspieles vor 2 Jahren wird die Beteiligung auch diesmal wieder enorm sein.

Puschelgruppe
Hierbei handelt es sich um Cheerleader, welche die Völkerballspielenden Herren zu sportlichen Höchstleistungen anregen sollen.

Körper bemalen
Bodypainting auf der Terrasse bei strahlendem Sonnenschein

Lesung
Die Teilnehmer tragen selbst ausgewählte kurze Texte vor.

Dias
„20 Jahre BASG“. Wer noch zusätzlich Bilder zeigen möchte, ist gebeten diese mitzubringen.

Fotos: „Mutter und Sohn“
Die Bilder von Mutter und Sohn sollen einander zugeordnet werden. Die Bilder sollten in der Zeit des Coming-Out des Teilnehmers aufgenommen worden sein.

Gala-Dinner (besondere Kleidung erwünscht)
mit Ehrung der Sieger des Völkerballspieles, sowie hoffentlich einer Cheerleading-Vorführung eines noch zu motivierenden Mitgliedes aus Frankfurt.

Tanzen
bis zum Morgengrauen mit wechselnden DJ´s
Wir bitten jeden, seine meistgeschätzte Tanz-CD mitzubringen.

Kunsttherapie
(Nachbesprechung der 74. Tagung)
Nachdem wir uns ein altes Spielzeug hergestellt und bebildert haben, wurde unser Zusammentreffen persönlicher. Es ging um unsere Ursprungsfamilie und die damit verbundenen Bilder und Verbindungen. Dargestellt haben wir sie in Tieren und Pflanzen. Der Austausch war rege, interessiert und jedem sehr nahe. Der Einstieg in die Kunsttherapiegruppe ist jederzeit möglich. Die einzelnen Treffen sind unabhängig und bauen nicht zwingend aufeinander auf. In lockerer und ungezwungener Atmosphäre wird gemalt und über die Bilder gesprochen. Mein Eindruck und die Rückmeldungen waren wiedereinmal sehr positiv. Es hat Spaß gemacht. Persönliches wird hier nicht erscheinen und bleibt in der Gruppe. Zum Sommer bleibt das „Atelier“ geschlossen. Im Herbst geht es weiter. Es kam der Vorschlag mit Ton zu plastizieren. Ich bemühe mich, dieses zu realisieren und freue mich auf das nächste Treffen. Euer M.-R.

 

THEMEN DER 74. TAGUNG (März 2000) Zum Anfang der Seite

Balint-Gruppe (Intervision) der BASG-Tagung (11./12.12.99)
Zwei Teilnehmer brachten ein Anliegen ein. Beide Male handelte sich um problematische Beziehungen zu ArbeitskollegInnen. Im ersten Fall stellte überwiegend die z. T. langjährige Beziehungsgeschichte der KollegInnen den Fokus dar; im zweiten Fall war es die heftige Gegenübertragung im Kontakt zu einem Klienten, die aufgrund des sich anschließenden Verhaltens zu einer konflikthaften Situation mit dem Vorgesetzten führte. Es gelang der Gruppe, alternative Sichtweisen der geschilderten Problemkonstellationen zu entwickeln, so daß die zweistündige Arbeit als produktiv und hilfreich erlebt wurde. R.S.

Kamingespräch: Barebacking
Das Thema im Dezember "Barebacking" fand grosses Interesse. Die Diskussion konzentrierte sich zunächst auf die Frage, ob es barebacking überhaupt und in welchem Umfang gibt und wo die Differenz zum "unsafe sex" liegt. Als das Besondere erschien die Tatsache, daß barebacking im Internet angeboten und gesucht wird und daß es sogenannte "barebacking-parties" gibt, inszenierte Gelegenheiten also für eine "bewußte" Infizierung. Dieser Aspekt erschien der Runde letztlich am wenigsten nachvollziehbar. Es erwies sich als äußerst schwierig, sich mit dem "bug chaser" zu identifizieren, seinen Motiven, Wünschen und Phantasien nachzugehen, während es dagegen weniger problematisch war, sich auf die Position der HIV-Infizierten barebacker einzulassen, obgleich daran sicher vieles auch Rationalisierung ist. So blieb am Ende einer intensiven und offenen Diskussion eine gewisse Ratlosigkeit und Unentschiedenheit, die dem Thema vielleicht auch angemessen ist. Nicht zuletzt deshalb, weil der Grat vielleicht schmaler ist als es scheint zwischen eigenen Erfahrungen mit "riskanten" oder "unsafen" sexuellen Kontakten und der organisierten Inszenierung des Risikos als Beinahe-Gewissheit. Das Thema beim nächsten Kamingespräch heißt: Tunten früher und heute. H.G.

Psychoanalysegruppe
Fetisch hin, Fetisch her, Kastratiosangst haben wir keine mehr, oder doch, oder postmodern gewendet, der eine vielleicht noch, der andere schon nicht mehr - as time goes by. Freuds Aufsatz "Fetischismus" (1927) regte eine lebhafte Diskussion an, die sich - nach einigem Suchen (s.o.) allmählich seiner in dem Aufsatz formulierten Homosexualitätstheorie näherte: "Der Kastrationsschreck beim Anblick des weiblichen Genitales bleibt wahrscheinlich keinem männlichen Wesen erspart. Warum die einen infolge dieses Eindruckes homosexuell werden, die anderen ihn durch die Schöpfung eines Fetisch abwehren und die übergroße Zahl ihn überwindet, das wissen wir freilich nicht zu klären" (ebd.). Geklärt habe wir es in der Runde auch nicht. Aber wir haben uns die Frage gestellt, ob die gleichgeschlechtliche Objektwahl - vulgär gesagt: die Fixierung auf den Schwanz - diesen letztlich als "Fetisch" ausweist. Ob und welchen Gewinn ein solcher Ansatz für unsere Diskussion bringen kann, dem soll beim nächsten Treffen nachgegangen werden (ohne Literaturvorgabe). Verwiesen sei aber auf deLauretis, die für ein psychoanalytisches Verstehen der lesbischen Entwicklung mit einigem Gewinn auf psychoanalytische Perversionstheorien, und darin zentral auf die Bedeutung des Fetisch, zurückgegriffen hat. H.G.

Positiv Leben
Beim Dezembertreffen bekam die üblicherweise sehr intime Gruppe einen ungewohnten Charakter, nachdem ein Teilnehmer vehement wissenschaftskritische Aussenseiterpositionen vertrat. Aus dieser Situation entfaltete sich ein in der Gruppe sehr zwiespältig empfundenes Gespräch, wobei die vorgetragenen Thesen heftig diskutiert und von den übrigen Teilnehmern überwiegend bestritten wurden. Der Rahmen dieser Arbeitsgruppe, die sonst den Schwerpunkt auf persönliche Berührungspunkte mit der HIV-Erkrankung legt, wurde so leider gesprengt. Beim nächsten Treffen wollen wir wieder zum ursprünglichen Konzept zurückfinden, allen denen Gelegenheit und Raum zu geben, Themen im Umfeld der HIV-Infektion zu besprechen, die von dem Thema berührt sind oder sich nicht scheuen, sich berühren zu lassen. Sebastian

Coming-Out-Gruppe
Es war diesmal eine kleine Gruppe von 3 Teilnehmern, die alle drei Praxisinhaber sind. Aus organisatorischen Gründen hat die Gruppe sich in der Mittagspause getroffen und bei einem Spaziergang dem Thema Outing als Praxisinhaber gewidmet. Es stellte sich heraus, daß auch als Chef das Thema Outing viele Facetten hat und immer aktuell ist. Outet man sich gegenüber seinen Angestellten, gegenüber dem Steuerberater, gegenüber der Bank usw.??? J.G.

Gruppenspiele
Anders als bei jenen Spielchen geht es bei diesen um weitere Formen der Gruppendynamik: Die Teilnehmer kommen sich schnell und mit viel Spaß durch vergleichbare Spiele wie wir sie im Stuhlkreis aus der Kindheit kennen ("Stille Post", "Mein rechter rechter Platz ist leer", Ballspiele etc.) näher. Dabei könne die Akteure ihr eigenes (Gruppen-) Verhalten und das Anderer kennenlernen, werden mit Konflikten und Entscheidungen konfrontiert, erleben Führung und autoritäre Strukturen und Veränderungsprozesse während des Spiels. Die Gruppe bietet zum einen die Möglichkeit zum eigenen sozialen lernen, zum anderen Handwerkszeug, um im beruflichen Alltag Gruppen anzuleiten; neuen BASGlern darüber hinaus einen einfachen Einstieg. Dirk

Krankenpflege
Am Sonntag trafen wir uns (7 Teilnehmer) und beschäftigten uns mit dem Thema: "Was führte mich in die Pflege und was habe ich für berufliche Zukunftsvorstellungen, Alternativen oder Phantasien?" Es entwickelte sich eine vertraute und persönliche Runde, welche sehr kurzweilig war. Wir kamen nicht mehr dazu ein Thema für das nächste Mal festzulegen. Somit ist noch alles offen und Ideen, Themen, Pflegeforschungen und ähnliches können mitgebracht werden. Torsten

Kunsttherapie
Wir haben uns das zweite mal getroffen und die Elemente von letztem Wochenende besprochen. das Interesse war sehr groß und die Bilder haben viel spannendes aufgeworfen, zum Beispiel ging es darum wie viel Energie sichtbar ist, welche Elementarqualität getroffen wurde, was Farben aussagen können oder ob es ausgemacht werden kann wie herum ein Bild gemalt wurde. Letzteres löste eine konkretere, heftige aber auch sehr humorvolle Auseinandersetzung aus. Danach widmeten wir uns dem Formenzeichnen, wo es viel um Rhythmus, Dynamik und Selbstausdruck ging. Die Zeit war mal wieder zu knapp, so daß nach Möglichkeit zwei Termine gefunden werden mußten. Das wollten wir spontan auch tun, nur war ich an diesem Wochenende mit meinen Kräften am Ende - sorry nochmals! Es hat Spaß gemacht und ich bin immer wieder überrascht, wie viel Engagement aufkommt. Beim nächsten treffen könnte es um Familienbilder, oder um Rhythmus und Farben nach den Chakren gehen - darauf freue ich mich schon und verbleibe mit warmen Grüßen, euer M.-R.

 

THEMEN DER 73. TAGUNG (Dezember 1999) Zum Anfang der Seite

Krankenpfleger
Im September hatten wir ein intensives Gespräch in einer Runde von 5 Kollegen über die Thematik “Wie geht es mir, wenn ich selbst Patient bin?” Welche Rolle spielt dabei mein Beruf und auch mein eigenes Schwulsein? Welche Erfahrungen gab es mit schwulen Ärzten oder auch mit heterosexuellen ÄrztInnen... Der Austausch war z.T. sehr persönlich und streifte auch andere Bereiche wie Partnerschaft und Vertrauen, schwule Männer als Patienten... Es gibt zwei Themenvorschläge für das Dezember-Treffen: -Pflege bis zur Rente? Was sind die Alternativen? Warum wollen viele früher Aussteigen? -Wie bin ich zur Pflege gekommen? Was ist meine persönliche Motivation? Auch neue Ideen sind immer willkommen. Michael

Kunsttherapie
Beim letzten mal trafen wir uns uns mit 12 Männern zur Kunsttherapie. Diese Gruppe fand das zweite Mal statt. Die Themen waren Archetyp-Bilder. Ich fand unsere Arbeit dicht, konzentriert, intensiv und mutig. Es ging um den Baum und die vier Elemente: Erde, Feuer, Wasser, Luft. Neben dem Benennen von einfachen Elementen, Flächen und Formen der Bilder wurde auch auf die Wirkung des Gemalten eingegangen. Schnell wurde klar, daß diese Art der Bildbesprechung wichtig und klärend ist. Wir wollen uns beim nächsten Treffen im Dezember nochmals Zeit nehmen; die Bilder bringe ich wieder mit. Im Anschluß daran könnte es das nächste Mal ums Formenzeichnen gehen. In der Gruppe Kunsttherapie soll vor allen Dingen praktisch gearbeitet werden. Es wird jedesmal eine Bildbesprechung geben. Darüber hinaus gebe ich auch Tips und Anregung wie mensch ein Bild aufbaut – also technische Hilfen. Es wird nicht therapeutisch gearbeitet. Wer also Lust am Malen hat oder es immer schon machen wollte, aber eben auch ein bißchen mehr will ist herzlich eingeladen mit zu malen – und das kann jeder, auch wenn es persönlich negativ besetzt ist! Ich komme gern zur BASG und freue mich auf Euch im Dezember. Euer Mark-Roger

Kamingespräch
Barebacking - Reiten ohne Sattel Mit dem wilden Westen und Rodeo hat Barebacking nur indirekt etwas zu tun. Barebacking steht für ficken ohneGummi und kann als Gegenstück zu den Saver-Sex-Partys verstanden werden. Der Thrill, so sagt man, sei zu infizieren (gift giver) oder bewußt das Risiko einzugehen, infiziert zu werden (bug chaser). Ob Barebacking bereits eine Welle ist, die aus den USA nach Europa schwappt, daß muß offen bleiben. Jedenfalls scheint Barebacking mehr als nur die Gemüter zu erregen. Diese Erregungen werden Thema des Kamingespräches sein. Herbert

Arbeitsgruppe: Tagung Homosexualität und Psychotherapie
Ausgangspunkt der Arbeitsgruppe im September war der Vorschlag in 2 bis 3 Jahren eine Tagung der BASG unter dem vorläufigem Arbeitstitel „Homosexualität - Gesellschaft - Psychotherapie“ zu veranstalten. Im Dezember soll die Ideensammlung fortgesetzt und ein erstes Konzept für das Tagungsprojekt entwickelt werden. Ulrich

 

THEMEN DER 72. TAGUNG (September 1999) Zum Anfang der Seite

Die BASG wird 20 Jahre
1980 wurde die BASG als Arbeitsgruppe gegründet. Anlaß genug, wie wir meinen, im nächsten Sommer ein Fest zu feiern. Bei den folgenden Treffen wird deshalb ein Festkomitee tagen. Falk

Kamingespräch
Der Fetisch im Wandel der Zeiten – eine lustvolle Betrachtung.

 

THEMEN DER 71. TAGUNG (Juni 1999) Zum Anfang der Seite

Balint-Gruppe
Die Balint-Gruppe fand an diesem Wochenende mehr als Intervisionsgruppe mit einer Sitzung von 1 1/2 Stunden am Wochenende statt. Ich habe von mir selbst eine schwierige Patientensituation vortragen können zum Thema Pädophilie. Die ausführliche und sehr einfühlsame Diskussion der 12 Teilnehmer war hilfreich und hat mir in vielen Aspekten eine neue Wahrnehmung der Therapeuten-Patienten-Beziehung gebracht. Sigurd

Coming out Gruppe

Die Gruppe hatte dieses Mal sechs Teilnehmer. Ausgehend von den sehr unterschiedlichen individuellen Situationen kristallisierte sich im Verlauf des Gespräches als gemeinsames Moment die Aktualisierung von Minderwertigkeitsgefühlen in Coming-Out-Situationen heraus. Zur Vorgeschichte dieser wiederkehrenden Erfahrung von Entwertung und Selbstentwertung gehörte bei fast allen Teilnehmern der Stoßseufzer ihrer Mutter: „Was habe ich falsch gemacht?“ - hervorgebracht anläßlich des innerfamiliären Coming Out. Ulrich

Positiv Leben
Ausgehend von HIV-Ängsten in Partnerschaften und den damit verbundenen Einschränkungen je nach Testsituation ist die Gruppe (5 Teilnehmer) im Gespräch bei der Dämonisierung dieser Krankheit durch uns selbst gelandet, da auch wir offensichtlich nicht unabhängig von demgesamtgesellschaftlichen Umgang mit AIDS sind. Insbesondere wurde diskutiert, ob die vermeintlich so realen HIV-Ängste nicht auch als willkommene Distanzierung von tiefer liegenden Problemen oder Konflikten genutzt werden. Peter

Arbeitsgruppe Psychoanalyse
Entgegen der geplanten Diskussion über den Fetischismus und seinen Bezug zur Homosexualität, entschied sich die Gruppe aus aktuellem Anlaß – ein Teilnehmer war erstmalig mit einem transsexuellen Patienten in seiner Praxis konfrontiert – das Thema Transsexualität zu diskutieren. Das Interesse war erstaunlich groß. Einige Mitglieder der Arbeitsgruppe haben ihre Erfahrungen aus Therapien mit Transsexuellen eingebracht und Fragen dazu beantwortet. Eine kurze Vorstellung des Erstkontaktes mit einem transsexuellen Patienten ermöglichte es, spezielle Fragen zum Therapiewunsch und zur Therapie zu erörtern. Am Ende konzentrierte sich das Interesse der Gruppe auf die Thematik der Identität und Geschlechtsidentität. Offen blieb, ob diese Thematik weiter diskutiert werden soll oder der Fetischismus. Deshalb gibt es für die Tagung im September keine Literatur. Jeder, der an der Psychoanalysegruppe teilnehmen will, kann sich überlegen, welche Texte als gemeinsame Grundlage für die weitere Diskussion gelesen werden könnten. Herbert

Arbeitsgruppe: Tagung Homosexualität und Psychotherapie
Ausgangspunkt der Arbeitsgruppe war der Vorschlag in 2 bis 3 Jahren eine Tagung der BASG unter dem vorläufigem Arbeitstitel „Homosexualität - Gesellschaft - Psychotherapie“ zu veranstalten. In einem ersten „Brainstorm“ haben wir Ideen zu Inhalten der Tagung, Teilnehmerzielgruppen etc. gesammelt. Im September soll die Ideensammlung fortgesetzt und ein erstes Konzept für das Tagungsprojekt entwickelt werden. Ulrich

Arbeitsgruppe “Aussteiger”
Einem spontanen Bedürfnis mehrerer Tagungsteilnehmer folgend, bildete sich unter dem plakativen und letztlich nicht sehr treffenden Etikett “Aussteiger” eine Arbeitsgruppe. Teilgenommen hatten am Sonntag in entspannter, anregender Atmosphäre sieben Leute, die in ihrer gegenwärtigen beruflichen Situation einen Veränderungsbedarf verspüren, wobei es , wenn überhaupt um “Ausstieg”, dann um einen aus der Klinik/Institution oder um einen “Einstieg” in einen, im einzelnen noch zu findenden medizinischen, medizinassoziierten, psychologischen oder psychotherapeutischen Bereich oder auch ein berufsfremdes Arbeitsgebiet ging. Wir haben uns in erster Linie mit unseren schon ziemlich heterogenen Ausgangspunkten vorgestellt und einen Austausch darüber begonnen. Ein benennbares, angerissenes Thema war dabei der Stellenwert der Arbeit für die Lebenszufriedenheit, gerade von Schwulen. Die Arbeitsgruppe soll bei dem / den nächsten BASG-Treffen fortgeführt werden, wobei wir uns vorgenommen haben, bis zum nächsten Mal, unseren jeweiligen Interessenschwerpunkt zu präzisieren, um dann bei der nächsten Runde ein “Leitthema” auszusuchen und bearbeiten zu können. Joa

Film am Kamin
Nach von Praunheims berühmtem Film und einem etwas mißglückten Versuch, einem Cadinot-Porno auch einen gewissen historischen Wert abzugewinnen, haben wir unsere Reihe mit “Abschiedsblicke”, einem amerikanischem Film von 1997 fortgesetzt. Er erzählt einige Tage aus dem Leben eines New Yorker Übersetzers, der sich emotional zwischen seinem derzeitigen und seinem früheren Liebhaber, der sich HIV-infiziert hat, bewegt. Dieses emotionale hin und her zwischen zwei Männern, diese doppelte Liebesgeschichte markiert dabei auch verschiedene innere Konflikte des Protagonisten. Die meisten dieser Konflikte sind nicht sonder- lich neu oder ungewöhnlich. Neu und ungewöhnlich ist aber, daß diese Konflikte ganz selbstverständlich in einem Film über homosexuelle Männer auftauchen. Und ebenso selbstverständlich gelingt es, noch weitere Themen, wie z.B. den Umgang mit einer HIV-Infektion in die Handlung zu integrieren. “Abschiedsblicke” ist einer der ersten, ich glaube sogar der erste, wirklich schwule Film, in dem er das Erzählmuster der Coming-Out-Geschichte überwindet und einfach viel mehr erzählt. Falk

 

THEMEN DER 70. TAGUNG (März 1999) Zum Anfang der Seite

Psychoanalyse
Diesmal beschäftigen wir uns mit der frühen Triangulierung. Herbert wird den Text verschicken: „Die frühe Triangulierung“, Jürgen Grieser aus: Der phantasierte Vater.

Krankenpflege
Fortsetzung der Diskussion über den Artikel: „Alt, pflegebedürftig und homosexuell“.

Kamingespräch - Schwule Sexualität
Diesmal: Der Film: „Lost Soldier“.

 

THEMEN DER 69. TAGUNG (Dezember 1998) Zum Anfang der Seite

Psychoanalyse
Das letzte mal hatte Wolfgang seine Diplomthesis zur Frage der therapeutischen Haltung bei schwulen Analysanden vorgestellt. In der Diskussion haben uns besonders Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene beschäftigt. Diesen Aspekt wollen wir weiter vertiefen. Falk

Krankenpflege
Diskussion über den Artikel: „Alt, pflegebedürftig und homosexuell“.

Kamingespräch - Schwule Sexualität
Diesmal: Der Film: „Coming Out“.

 

THEMEN DER 68. TAGUNG (September 1998) Zum Anfang der Seite

Psychoanalyse
Wolfgang wird seine Diplomthesis zur Frage der therapeutischen Haltung bei schwulen Analysanden vorstellen. Falk

 

THEMEN DER 67. TAGUNG (Juni 1998) Zum Anfang der Seite

17. Geburtstag der BASG - Feier

 

THEMEN DER 66. TAGUNG (März 1998) Zum Anfang der Seite

Psychoanalyse
Die Heterosexualität der Homosexuellen.

Krankenpflege
Nachdem Torsten uns beim vergangenen Treffen einen hochinteressanten Einblick in Ausbildung und Tätigkeitsbereich eines schweizerischen Psychiatriepflegers ermöglicht hat, wollen wir unsere kleine Reihe über die unterschiedlichen Arbeitsfelder des Pflegepersonals im März mit einer Vorstellung des Berufsbildes des Lehrer für Pflegeberufe fortsetzen. Wie kaum ein anderer Beruf, ist der des Lehrers für Pflegeberufe Gegenstand der breiten pflegerischen Diskussion im Sinne einer Akademisierung der Pflegeberufung. Aus diesem Grunde möchte ich einen Überblick über die aktuellen Pflegestudiengänge geben. Jochen

Kamingespräch - Schwule Sexualität
Diesmal: Qualitätsstandards für Darkrooms.

Chor
Der Chor probt auch diesmal wieder für das Fest im Juni. Wir singen quer durch unser Repertoire und freuen uns natürlich wieder über jede neue Stimme.

 

THEMEN DER 65. TAGUNG (Dezember 1997) Zum Anfang der Seite

Krankenpflege
Torsten wird uns einen Einblick in die Ausbildung und den Tätigkeitsbereich eines Psychiatriepflegers in der Schweiz geben. Jochen

 

THEMEN DER 64. TAGUNG (September 1997) Zum Anfang der Seite

Kamingespräch - Schwule Sexualität
Diesmal: "Sehen und gesehen werden - die Lust am Schauen und am Zeigen".

 

THEMEN DER 63. TAGUNG (Juni 1997) Zum Anfang der Seite

Psychoanalyse
"Freundschaft als Lebensform", Text von Ulfried Geuter, in: "Homosexualität in der deutschen Jugendbewegung", Surkamp.

Krankenpflege
Homosexualität als Thema in der Fachlitheratur der Krankenpflege IV.

Scham und Narzismus III
Frank Petermann, "Identität, Narzismus, Homosexualität", in: Gestalttherapie 1 1992. Ingo

Einführung in das Internet mit Udo.

Kamingespräch - Schwule Sexualität
Diesmal: "Schwuler Sex im Wandel der Zeiten - vom 1. Mal zum Routinier".

 

THEMEN DER 62. TAGUNG (März 1997) Zum Anfang der Seite

Psychoanalyse
Thema: "Freundschaft als Lebensform". Wir lesen Texte von Edmund White: "Die brennende Bibliothek". Zudem Vorbereitung auf das "4. Symposion Homosexualität, Kultur und Gesundheit" in Rostock. Falk

Krankenpflege

Homosexualität als Thema in der Fachlitheratur der Krankenpflege III.

Kamingespräch - Schwule Sexualität

Diesmal: "Sex über Medien - unzüchtige Rufe durch den Draht".

AG Scham und Narzismus II

Texte von M. Titze, M. Hilgers und M. Lewis. Ingo

 

THEMEN DER 61. TAGUNG (Dezember 1996) Zum Anfang der Seite

Krankenpflege
Homosexualität als Thema in der Fachlitheratur der Krankenpflege II.

Kamingespräch - Schwule Sexualität
Diesmal: "Sex zu mehreren".

Scham und Narzismus I

 

THEMEN DER 60. TAGUNG (September 1996) Zum Anfang der Seite

Psychoanalyse
Thema: "Der lesbische Komplex", Texte von Helene Deutsch: "Weibliche Homosexualität", in: Psychologie der Frau, Huber, Bern 1948 und Siegmund Freud: "Über die Psychogenese eines Falles von weiblicher Homosexualität", Studienausgabe, Bd. VII. Falk

Krankenpflege
Homosexualität als Thema in der Fachlitheratur der Krankenpflege I.

Kamingespräch - Schwule Sexualität
Diesmal: Der Film: Cardinot: „Harem“.

 

THEMEN DER 59. TAGUNG (Juni 1996) Zum Anfang der Seite

Psychoanalyse
Thema: "weibliche Homosexualität in der psychoanalytischen Theorie und Praxis", Texte von Eva S. Poluda: "Der lesbische Komplex", in: E.M. Alves(Hrsg.), "Stumme Liebe, der lesbische Komplex in der Psychoanalyse", Kore, 1993 und Eva S. Poluda: "Probleme der weiblichen homosexuellen Entwicklung", in: V. Sigusch (Hrsg.), "Sexuelle Störungen und ihre Behandlung", Thieme, 1996. Falk

Krankenpflege
Michael Ewers, Leiter des Referates "Pflege und Gesundheit" der deutschen AIDS-Hilfe, berichtet über seine Arbeit. Jochen

Kamingespräch - Schwule Sexualität
Diesmal: Der Film: Jean Genet: „Un chant d´amour“.

 

THEMEN DER 58. TAGUNG (März 1996) Zum Anfang der Seite

Plenumsvortrag
Jörg Hutter über die Studie "Ausgrenzung macht Krank - Homosexuellenfeindlichkeit und HIV-Infektion".

Psychotherapie
Berühren aus Berührtsein - Berührtsein aus Berührung II.

Psychoanalyse
Thema: "weibliche Homosexualität in der psychoanalytischen Theorie und Praxis", Texte von Jessica Benjamin: "Gleiche Subjekte und doch Liebesobjekte: Identifikatorische Liebe und die Herausbildung geschlechtlicher Identität", in: "Phantasie und Geschlecht", Stromfeld Verlag. Falk

 

THEMEN DER 57. TAGUNG (Dezember 1995)   Zum Anfang der Seite

Psychoanalyse
Thema: "Theorie zur Geschlechterdifferenz", Text von Irene Fast. Falk

Psychotherapie
Berühren aus Berührtsein - Berührtsein aus Berührung I.

Kamingespräch - Schwule Sexualität
Diesmal: Der Film: Praunheim/Dannecker: „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern...“.

 

THEMEN DER 56. TAGUNG (September 1995) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 55. TAGUNG (Juni 1995) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 54. TAGUNG (März 1995) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 53. TAGUNG (Dezember 1994) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 52. TAGUNG (September 1994) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 51. TAGUNG (Juni 1994) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 50. TAGUNG (März 1994) Zum Anfang der Seite

50. Tagung - Feier

Psychoanalyse
Ergebnisse der Umfrage von U. Rauchfleisch an psychoanalytischen Ausbildungsinstituten zur Frage homosexueller Ausbildungskandidaten.
Theoriedisskussion: R.C.Friedmann, Männliche Homosexualität, Springer Verlag, Kap. 6 + 13-17.

 

THEMEN DER 49. TAGUNG (Dezember 1993) Zum Anfang der Seite

Krankenpflege
Thema: Schwule Krankenpfleger pflegen schwule Patienten. Problematisch?

Mahnmal Homosexuellenverfolgung
Spendenaufruf. Derzeit fehlen noch 230.000 DM für den Bau des Mahnmals, d. h. nur noch 230-mal müssen 1.000 DM zusammenkommen, damit in Frankfurt ein Ort des Gedenkens an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus entstehen kann. Fast 50 Jahre nach dem Ende der Naziherrschaft besteht damit endlich auch in der Bundesrepublik Deutschland zum ersten Mal die Möglichkeit ein solches Mahnmal zu errichten. Dem Mahnmal Homosexuellenverfolgung wird damit eine weit über Frankfurt hinausreichende Bedeutung zukommen.
Alle unter euch, die wollen, daß das Mahnmal gebaut wird, bitte ich möglichst bald eine möglichst große (steuerabzugsfähige!) Spende an die Initiative zu überweisen.
PS: wer selber zur Zeit nicht viel Geld erübrigen kann, kennt vielleicht jemanden, der genug oder sogar zuviel davon hat - z. B. Eltern. U.G. Frankfurt/Main

 

THEMEN DER 48. TAGUNG (September 1993) Zum Anfang der Seite

AG Psychoanalyse und Homosexualität
Das letzte Treffen der Arbeitsgruppe hatte eher informativen, villeicht auch nur anekdotischen Charakter. Reinhard und ich haben über einen Vortrag von Prof. U. Rauchfleisch im Dezember 1992 im Hamburger DPG-Institut berichtet. Rauchfleisch hat 91/92 an 48 deutschsprachigen Instituten in der BRD, der Schweiz und Österreich eine Umfrage zur Zulassung von homosexuellen BEwerbern zur analytischen Ausbildung durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie sind niederschmetternd von den 34 Instituten, die bis Dezember 1992 geantwortet hetten, gaben 4 an, sie hätten bereits offen homosexuelle Bewerber angenommen, 6 Institute befänden sich in einem "Prozeß der Reflektion", der Rest war mehr oder weniger ablehnend. In der Arbeitgruppe bestand großes Interesse an dieser Studie, und wir haben desshalb beschlossen, Herrn Rauchfleisch zu einem der nächsten Treffen einzuladen. Falk

NLP
Eine Einführung. Kurzer Abriß, was NLP ist und Möglichkeiten. Bewegung, Körper, Kalibrieren. Neues gegenseitiges Kennenlernen. Event. Phantasiereisen. Anwendungen im Beruf. Klaus

 

THEMEN DER 47. TAGUNG (Juni 1993) Zum Anfang der Seite
Homosexualität und Psychoanalyse
Donnerstag,11.3.93, Reinhausen, Dorfkneipe: Bei Eierlikör, Pf1äumchen, dörflichem Chorgesang und schwulenfreundlicher Bedienung entschieden wir uns geschlossen für Hähnchen, Pommes und Ketchup (Mayo war ranzig) und gründeten so eine Grundlage für unser zusätzliches Arbeitstreffen am nächsten Tag.
Zwölf Männer waren gekommen (drei davon neu) und versuchten dem Thema: "Schwule Scham, schwule Wut näher zu kommen. Nach einer verhaltenen Einstiegsphase entwickelte sich eine Diskussion in der eine Begriffsklärung und das Sammeln und Benennen themenrelevanter Aspekte ineinander griffen. Die Bezüge reichten von Adam und Eva (Mose 2,25:3.7 ff) über den handlungsleitenden kategorischen lmperativ bis zu einer kon1munikationstheoretischen Betrachtung inkl. Schaubild.
Ein zentrales Beispiel für die Dimension und Tiefe des Begriffs stellt der Fall eines in einem Krankenhaus arbeitenden Arztes dar (keiner von uns) an dessen Arbeitsstätte vermutlich ein Kollege, " X ist eine schwule Sau" in den Aufzug schrieb. Obwohl der Mann mit seinem Schwulsein vergleichsweise offen umgeht, wurde die Situation im Haus nicht zur Sprache gebracht. An diesem Beispiel wird deutlich, wie ein Tabuthema, selbst wenn Betroffene offen damit umgehen, durch das Aufeinandertreffen einer kollektiven Beschämung mit ganz persönlicher Scham zu unerträglichen Situationen führen kann.
Im positiven Sinne läßt sich Schamgefühl als Signal für die Berührung der eigenen Grenze (Intimsphäre) verstehen und erfüllt damit funktional betrachtet einen das Individuum schützenden Zweck. Affektiv gesehen repräsentiert Scham eine eigene Gefühlsqua1ität, die weitere Emotionen nach sich ziehen kann (z. B. Wut) und von deutlichen körperlichen Sensationen beg1eitet ist (z. B. Erröten).
Das Verändern der persönlichen (und kollektiven) Schamgrenze ist möglich. Dabei spielen die Fähigkeit, Scham zuzulassen und zu zeigen, genauso wie Reflektion, Emanzipation, Solidarität, u. a. eine wichtige Rolle.
Trotz des zusätzlichen Termins hatten wir das Gefühl, das Thema nur grob skizziert zu haben. Wir haben uns dennoch entschlossen, keine weiteren Extratermine zu verabreden und freuen uns schon neue spannende Themen im Juni. Kai M.

Schwule Gesundheit
Da ich bei der Frühjahrstagung leider nicht konnte, da ich mein Diplom mache, und eine ungünstig terminierte Prüfung hatte, ist der zweite Teil der Reihe Schwule Gesundheit leider ausgefallen, und soll nun im Juni nachgeholt werden. Wer sich hierfür interessiert sollte noch mal in den Rundbrief für die Märztagung sehen. Dort hatte ich meine Vorstellungen für den zweiten Teil beschrieben.
Ich hoffe, daß mir dieses Mal nichts, wie in letzter Zeit so häufig, dazwischen kommt, denn ich hätte mal wieder Lust auf ein ereignisreiches BASG-Wochenende. Thomas B.

Im Winter des letzten Jahres lag der Focus des Workshops "Schwule Gesundheit I" auf der Frage: Was brauche ich a1s Schwuler um mich wohl zu fühlen? Die Thematisierung des WOHLGEFÜHLS stand für mich deshalb im Zentrum. um überhaupt erst einmal zu klären, was der Einzelne braucht. Diese Frage. ist für mich die Grundlage, um letztendlich die Bedingungen für die Gesundheit von Schwulen abzuklären, denn Gesundheit ist mehr als nur eine Fehlfunktion irgendwo im Körper und wird beeinflusst durch viele Faktoren - hat also auch immer was mit Wohlfühlen zu tun.
So kamen u. a. die folgenden Komponenten zutage (diese Liste besitzt nicht den Anspruch eines Protokolls):
Sub / Lebensraum
Sex / Beziehungen
Gay Community
Politische Situation von Schwulen
Freunde
Beruf
Ich selber habe im Moment noch keine genauere Vorstellung von dem, was wir machen könnten. Die oben genannten Punkte wären ein brauchbarer Ansatz für das Frühjahr. Inzwischen sind ja auch zwei Seminare ins (niedersächsische) Land gegangen. Nach dieser Bestandsaufnahme könnte ich mir vorstellen den Begriff SCHWULE GESUNDHEIT weiter zu konkretisieren.

Tanz in den Sommer
Zur Freude unserer Tanzbegeisterten wurde auf dem letzten Treffen ein neuer Raum entdeckt, der sich zum Abhotten besser eignet als der große Saal: das Kaminzimmer. Wir verlieren uns nicht in dem großen Raum, stören nicht die Unterhaltung mit lauter Musik und bewegen uns auch noch nikotinfrei. Optimal eigentlich, wenn da nicht die Zimmer Kl , K2 und K3 wären, die sich ihre Gute-Nacht-Musik etwas anders vorgestellt hatten. Deshalb die Bitte für die nächsten Tagungen: Teilnehmer mit Schlafdefiziten bitte diese Räume meiden, freilassen für chronische Nachtschwärmer, Discomusikanbeter und Schwlerhörige. Achim K.

Referat Schwule Kassenärzte
Auf der Mitgliederversammlung am 13.03.93 hatte ich die Idee mich für dieses Referat zu Verfügung zu stellen. Prompt wurde ich dafür gewählt. Hier der Versuch einer Begründung und was das überhaupt soll. Menschen, die sich mit den Niederungen des Kassenarztwesens befassen, werden schon gemerkt haben: es gibt ihn nicht mehr, den Kassenarzt. Herrn Seehofer et al. sei Dank, sei jetzt nur noch von Vertragsärzten die Rede. Da ich das alte Wort viel sinnbildlicher finde, soll es bei der Bezeichnung bleiben...
Zur Person: Seit 5 Jahren bin ich als Allgemeinarzt in eigener Praxis in Frankfurt/M. niedergelassen. Ein Arbeitsschwerpunkt ist die Betreuung von schwulen Männern und von HIV und AIDS Patienten.
Zur Sache: Bei dem letzten BASG-Treffen im Waldschlößchen fiel mir die äußerst niedrige Zahl an Mitstreitern in ähnlicher Situation auf. Um so erfrischender waren die Gespräche am Rande mit Winfried. Aber dennoch stellt sich hier doch die Frage nach den Ursachen. Fühlen sich Kassenärzte in der BASG nicht richtig Vertreten? Ist es Vielleicht so, daß die Übermacht der Psychomenschen wenig Platz lässt für Organmediziner? Oder fehlt lediglich ein Ansprechpartner, der manche Dinge koordiniert und eben ansprechbar ist für spezifische Fragestellungen? Wenn ja, wie könnten diese. aussehen? In erster Linie sehe ich mich also als Ansprechpartner und ich stelle mir vor, daß sich vielleicht bei Bedarf ein Arbeitsgrüppchen bilden könnte. Inhaltlich fallen mir hierzu folgende Dinge ein:
-Schwule Arzte - schwule Patienten, ein besonderes Arzt-Patient Verhältnis? Welche Probleme erwachsen hieraus in der täglichen Arbeit?
-Ist die Tatsache, daß ein Kassenarzt schwul ist, unter den Gesichtspunkten der Praxisakzeptanz eher ein Vorteil oder ein Nachteil? Welche eigenen Ängste spielen hierbei eine Rolle? (etwa: andere Patienten bleiben weg).
-Coming out am Arbeitsplatz Praxis.
Je nach Lust und Laune denke ich, das auch ein Erfahrungsaustausch über zum Beispiel Fragen der Praxisorganisation sich immer wieder lohnt. Hierzu lassen sich Gespräche am Rande organisieren, die ja nicht gleich den Charakter von Arbeitsgruppen haben müssen. Ergänzungen wird die Erfahrung bringen. Stefan

 

THEMEN DER 46. TAGUNG (März 1993) Zum Anfang der Seite

Arbeitsgruppe Psychotherapie
Auf der letzten BASG Tagung fanden sich vier Interessenten zum Thema Psychotherapie zusammen. Im Laufe des Vormittags wurden ganz unterschiedliche Themenbereiche, auf die unser Interesse gestoßen war, zunächst einmal gesammelt und teilweise auch schon andiskutiert. Es besteht großes Interesse auf den nächsten Tagungen jeweils einen Bereich davon intensiver und ausführlicher zu besprechen. Folgende Themen wurden vorgeschlagen:

1. Welche Auswirkungen hat meine Therapeutenrolle auf meine persönlichen Beziehungen? Kann ich den Therapeuten dabei rauslassen (Thema: "Psychokacke")?
2. Erotik und Sexualität in der Therapeut-Klient-Beziehung.
3. Wie geht humanistische Psychologie / Therapie mit Homosexualität um? Welchen Stellenwert hat sie in der Ausbildung von Therapeuten (Schwule in der Therapieausbildung)?
4. Gibt es spezifische Störungsformen bei der Entwicklung von Homosexualität? Und ganz Provokativ! Gibt es eine gestörte Entwicklung die Schwulsein zur Folge hat?
5. Welchen Stellenwert hat die ödipale Situation in Bezug auf schwule Entwicklung in der Theorie humanistischer Richtungen.
6. Durch was und wie können (vor allem Schwule) Therapeuten schwule Identität bei Ihren schwulen Klienten fördern und gibt es überhaupt so etwas wie schwule Identität?
Michael R.

P.S.: Wir finden es schön, wenn sich noch mehr Interessierte für diese Arbeitgrupe auf den folgenden Tagungen finden werden. Ihr seid herzlich dazu eingeladen! Dies würde eine breite, vielfältige und spannende kollegiale Auseinandersetzung ermöglichen.

Pressemitteilung
Betr.: Ausländerfeindlichkeit
Die 45. Arbeitstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule im Gesundheitswesen e. V. hat am 6.12.1992 im Freien Tagungshaus Waldschlößchen, Reinhausen bei Göttingen, nachstehende Resolution verabschiedet:

"Die Würde des Menschen ist antastbar, wird täglich verletzt durch Ausgrenzung, Gewalt und Verachtung. Das Wiederaufflammen von Nazismus und Fremdenhass zeigen, wie wenig aus der Geschichte gelernt wurde. Schuldig sind nicht allein die jugendlichen Täter, sondern ein gesellschaftliches Klima, in dem die Verharmlosung der Nazizeit ermöglicht wurde. Die sogenannte Gnade der späten Geburt verkehrt sich ohne Scham in gnadenlose Verfolgung! Asylbewerber, Ausländer, Flüchtlinge, Juden, Behinderte, Lesben, Schwule, Obdachlose, psychisch Kranke und andere sind wieder bedroht. Weil uns als Schwulen sehr bewusst ist, wie schnell wir zu Fremden im eigenen Land gemacht werden können, gehört unsere Solidarität all denen, die in unserem Land als Fremde ausgegrenzt, verfolgt und totgeschlagen werden."

Workshop: "Schwule Gesundheit II"
Im Winter des letzten Jahres lag der Focus des Workshops "Schwule Gesundheit I" auf der Frage: Was brauche ich a1s Schwuler um mich wohl zu fühlen? Die Thematisierung des WOHLGEFÜHLS stand für mich deshalb im Zentrum. um überhaupt erst einmal zu klären, was der Einzelne braucht. Diese Frage. ist für mich die Grundlage, um letztendlich die Bedingungen für die Gesundheit von Schwulen abzuklären, denn Gesundheit ist mehr als nur eine Fehlfunktion irgendwo im Körper und wird beeinflusst durch viele Faktoren - hat also auch immer was mit Wohlfühlen zu tun.
So kamen u. a. die folgenden Komponenten zutage (diese Liste besitzt nicht den Anspruch eines Protokolls):
-Sub / Lebensraum
-Sex / Beziehungen
-Gay Community
-Politische Situation von Schwulen
-Freunde
-Beruf
Ich selber habe im Moment noch keine genauere Vorstellung von dem, was wir machen könnten. Die oben genannten Punkte wären ein brauchbarer Ansatz für das Frühjahr. Inzwischen sind ja auch zwei Seminare ins (niedersächsische) Land gegangen. Nach dieser Bestandsaufnahme könnte ich mir vorstellen den Begriff SCHWULE GESUNDHEIT weiter zu konkretisieren.
Thomas B.

Homosexualität und Psychoanalyse
Die Arbeitsgemeinschaft "Homosexualität und Psychoanalyse" hat vereinbart, sich in Zukunft häufiger, das heißt auch zwischen den vierteljährlichen Treffen der BASG zu treffen.
Da auf die Schnelle im Waldschlößchen kein zusätzlicher Termin zu bekommen war, beginnt diese Arbeitsgruppe einen Tag früher -Treffen Donnerstag 11. 3., 20.15 Uhr im Waldschlößchen.
Der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe liegt jetzt auf einem Austausch über den Zusammenhang zwischen unserem Schwulsein und Problemen mit uns selbst und unseren Therapiepatienten.
Die Beschäftigung mit schwierigen, beschämenden Erlebnissen hat unsere Arbeit sehr persönlich gemacht. Wir wollen deshalb die Arbeit in einem möglichst festen Kreis fortsetzen. Sollten wir mehr als 15 Leute sein, besteht der Plan, in zwei Gruppen aufzuteilen. Bitte auf der Anmeldung vermerken, wenn Ihr an dieser Arbeitsgruppe teilnehmen wollt und folglich schon am Donnerstag anreisen werdet (Aufpreis DM 45.-). Tobias

Homosexualität und Psychoanalyse - Ein Forschungszentrum
Im Feld der Forschung über die Homosexualität hat sich eine interessante Initiative gegründet: Das Zentrum Homosexualität und Psychoanalyse bietet sich an, die Forschung zu koordinieren und zu unterstützen und Material zu sammeln, das Verbindungen zwischen beiden aufzeigt. Gegründet wurde diese Vereinigung von Sylvie Ullmann, bewegt durch ein konstantes Interesse für die Psychoanalyse und persönliche Forschung seit über 14 Jahren, sowie von Hubert Lisandre, klinischer Psychologe. Zur Erinnerung: 1990 organisierte Sylvie für den Gai-Pied-Club die erste Dinerdebatte mit dem Thema "Homosexualität und Psychoanalyse". Die letzte Veranstaltung am 28.10.1992 mit dem Psychoanalytiker Gerard Miller hat das Thema: "Hat die Psychoanalyse den Homosexuellen etwas zu sagen?"
Die Ziele des Zentrums: Einerseits ein Ort des Gesprächs, damit Schwule und Lesben selbst ihre Wünsche in aller Freiheit erörtern können. Die Sprache wiederzufinden, einen Vortrag auszuarbeiten, ohne daß er von außen kommt. Auch die, die sich bisher nicht getraut haben, könnten sich zu einer analytischen Haltung orientieren.
Andererseits bietet sich das Zentrum schwullesbischen Forschern oder Interessenten an, die an diesem Thema arbeiten. Aber auch ein Angebot für die, seien sie Analytiker oder nicht, die eine Forschung oder Gruppenarbeit durchführen wollen, vorausgesetzt, daß sie ein reales Arbeitsbedürfnis haben. Die Themen der Überlegungen müssen nach den Interessen der Einzelnen festgelegt werden. Sylvie sieht ebenso vor, mit psychoanalytischen Gruppen zu arbeiten, die keine schwul/Iesbische Definition haben. Genauso sollen gemeinsame Aktionen mit, schwul/lesbischen Gruppen in Angriff genommen werden.
Sylvie Ullmann gibt sich offen und beruhigend:"Wenn die Psychoanalyse Angst macht, dann oft deshalb, weil man nicht danach schaut, was dahintersteckt. Viele von uns sind an der alten Theorie homosexuell gleich pervers hängen geblieben. Aber nein, ob man's zugeben will oder nicht, die Perversion ist eine Angelegenheit von uns allen. Der perverse Zug ist in allen klinischen Strukturen wiederzufinden, keiner entgeht ihm. Das ist ein theoretischer Beitrag, der Anlaß für zahlreiche Arbeiten und Schriften in den letzten Jahren war, besonders aus der Freudschen Schule. Dieser Aspekt ist wichig, weil er einigen die Möglichkeit gibt Schuldgefühle loszuwerden. Unser Ziel ist es deshalb nicht, uns in einen Rahmen einzusperren, in dem die Homosexualität durch das Opernglas betrachtet wird, analysiert und entblößt wird. Das wäre das beste Mittel, sich selbst zu zerstören."
Erstes großes vorgesehenes Treffen: Oktober 1993 - ein Kolloquium in Paris. In allernächster Zeit erwartet Sylvie, daß jeder ihr schreibt, was man im Zentrum finden bzw. dort machen möchte.
Aus: GAI PIED HEBDO No.540 vom 22.10.1992
Geschrieben habe ich nach Paris mit einigen neugierigen Fragen, leider bisher aber noch keine Antwort bekommen. Dazu mehr beim nächsten Treffen in Göttingen. Achim K.

 

THEMEN DER 45. TAGUNG (Dezember 1992) Zum Anfang der Seite

Gründung der Regionalgruppe Reinland

Arbeitsgruppe: Schwule Gesundheitsläden
Hierzu gab es schon im letzten Rundbrief (März 1992) einige Ideen von Thomas B. Anscheinend wird hierüber auch zunehmend in den AIDS-Hilfen diskutiert. Wir von der BASG sind hierzu auch zu zwei Tagungen eingeladen worden, um mitzureden und unseren Meinungs- und Diskussionsstand einzubringen. Ich hatte von HOMOLULU auch noch einige Impulse erwartet. Was sich allerdings nicht erfüllte. Nun gut, fangen wir im Dezember einfach mal an, schauen, was es für Überlegungen gibt, und was die BASG dazu denken, sagen oder machen kann. Achim K.

Zum Workshop "Schwule Gesundheit I"
...der auf der letzten Tagung stattfinden sollte!!
Ich habe dieses Vorhaben nicht vergessen. Aufgrund eines Montagejobs (ich heIfe passender weise beim Aufstellen von Möbeln in medizinischen Praxen) war es mir unmöglich auf der letzten Tagung zu erscheinen - ich habe die Tagung nur ungern ausfallen lassen.
Nichtsdestotrotz: ich werde mein Angebot auf den Dezember verschieben, und würde mich freuen, wenn wir einiges Interessante erarbeiten könnten.
(Siehe auch: BASG-News 3/92" Was ist schwule Gesundheit?) Thomas B.

HOMOLULU
Jetzt hatte sich die BASG endlich mal aufgerafft und entschieden, ans Licht der Öffentlichkeit zu treten, und dann dieser Auftritt! Die vielen guten Ideen vom Junitreffen mussten in unserem eigenen Organisationsdurcheinander und dann natürlich auch bei der unglaublichen "Zusammenarbeit" mit den HOMOLULU-Machern arg Federn lassen, so daß wir letzten Endes mit keiner Veranstaltung ins letztgültige Programm kamen.
Auch ein mitleidsvoller Hinweis bei der Eröffnungsveranstaltung vor sage und schreibe 200 Leuten konnte die Massen nicht motivieren. So saßen wir am Sonntag in der Berliner AIDS-Hilfe und keiner kam, den wir dann auch noch auf unsere übrigen Angebote hinweisen konnten. Schade um den ganzen Aufwand.
Immerhin konnten wir in letzter Minute noch einen Stand auf der AGORA, der schwule Messe, aufbauen: etwas schmucklos, aber immerhin fanden unsere neu gedruckten Faltblätter und erstaunlicherweise unsere Psycheartikel einen guten Absatz.
Einige Adressen blieben da für die Einladungen zur nächsten Waldschlößchentagung und zumindest haben wir jetzt etwas Erfahrung, wie man einen Messestand macht.
Und was lief sonst auf HOMOLULU: Sport, ein gutes Kulturprogramm, toll waren die Russen aus Minsk und St. Petersburg; einiges fiel aus oder ging ziemlich chaotisch zu.
Ein großes Fest war es nicht, Aufbruchstimmung habe ich nicht gespürt, hohe Erwartungen durfte man wirklich nicht haben. Das Beiprogramm und unsere Messecrew (Claus, Edgar, Heribert, Peter und Dirk) hat mich aber noch ganz gut versöhnt mit HOMOLULU. Achim K.

 

THEMEN DER 44. TAGUNG (September 1992) Zum Anfang der Seite

Was ist schwule Gesundheit?
Bei den Überlegungen zu Aktionen unsererseits zu HOMOLULU regte ich an, eine Veranstaltung zum Thema "schwule Gesundheit" anzubieten. Die Absicht war eine Klärung herbeizuführen, was sich denn nun in diesem Bereich entwickeln solle. Ausgangspunkt meiner Äußerung war, dass wir uns in der Ära nach AIDS befinden würden, und uns auch vermehrt dem Thema Hepatitis widmen würden, daß es aber auch notwendig sei darüber hinaus zu denken und zu handeln (Stichwort: schwule Gesundheitsläden).
Diese Idee für eine podiumsähnliche Veranstaltung wurde dann aber verworfen, weil wir bei der Frage anlangten, was den schwule Gesundheit überhaupt sei. Da wir das nie erarbeitet haben, wäre es schwer eine solche Veranstaltung anzubieten, ohne eine genauere Definition anbieten zu können.
Mir selber hat sich die Frage in letzter zeit schon häufiger gestellt, was das denn sei, wenn das Schlagwort schwule Gesundheitsläden bei den Gesprächen in der Hepatitis AG rumging. Weiterhin gibt es immer wieder Veranstaltungen mit dem Titel schwule Gesundheit - vor einiger zeit in Hannover, und demnächst in Göttingen.
Aufgrund dieser Vorgeschichte entschied ich mich dafür, mich um diesen noch leeren Begriff zu kümmern und dazu eine AG beim nächsten Treffen ins Leben zu rufen. Wir sollten uns um eine Definition des Begriffes bemühen und Perspektiven entwickeln für uns selbst aber auch für den Aspekt der Gesundheit in der Schwulenbewegung.
Wir füllen den Begriff schwule Gesundheit im grundgenommen schon durch das Angebot der AGs. In den AGs geht es um:
-Den Ausschluss von Schwulen in der Psychoanalyse.
-Um die Situation von Schwulen in bestimmten Berufen bzw. in bestimmten Arbeitsfeldern (Ärzte, Psychologen, Krankenpfleger...)
-Um AIDS und Hepatitis. thematisiert wird die Situation von schwulen in ihrer Betroffenheit, aber auch in ihrer Rolle als Helfer oder Therapeut.
Im Buch von Uli und Herbert, welches nach der Tagung von '88 entstand, geht es erst einmal um die Pathologisierung der Schwulen, die nun abgelöst wird durch eine Pathologisierung durch AIDS statt durch die Homosexualität selber (soweit das Vorwort extrem verkürzt).
Wir haben also einige implizite Ansätze zu diesem Begriff - was wir nicht haben ist eine deutliche und genaue Definition dessen, was wir unter schwuler Gesundheit verstehen wollen. Und hier würde ich gerne ansetzen wollen in einer Auseinandersetzung und Diskussion in dieser Arbeitsgruppe: Was verstehen wir unter unserer eigenen und persönlichen, intimen (schwulen) Gesundheit, aber auch programmatisch als Teil der Schwulenbewegung. Thomas B.

Arbeitsgruppe Homosexualität und Psychoanalyse
Nachdem wir schon häufiger selbst die Idee hatten, uns einmal an einem der renommierten Psychotherapiekongresse als BASG zu beteiligen, diese Initiativen dann jedoch immer wieder im Sande verliefen, wurde Erhard K. jetzt von einem der Hauptorganisatoren der Psychotherapiewochen Lindau angesprochen, ob wir als BASG nicht etwas zu dem Thema "Moderne Lebensformen" machen könnten. Wir wollen diesmal in der Arbeitsgruppe Ideen sammeln und eine mögliche Beteiligung vorbereiten unter dem Motto "Schwule Lebensformen, schwule Identitäten". Achim K.

BASG und Sport
Wir feierten ja schon unser 10-jähriges Jubiläum mit den denkwürdigen, in die Vereinsgeschichte eingegangenen Bundesjugendspielen. Bei der dritten schwullesbischen Olympiade 1990 in Vancouver sollte ja dann ein multiprofessionelles Team aus allen Berufsgruppen, die bei uns in der BASG vertreten sind, unsere Jungs und Mädels psychologisch, medizinisch, krankengymnastisch und wie auch sonst noch unterstützen. Dies groß angelegte Projekt musste dann etwas runtergeschraubt werden, weil es ja überhaupt keine "Nationalmannschaft" gab, die betreut werden konnte, und die erste Euphorie dieser Idee dann nur noch ein wackeres Häufchen von vier Unentwegten übrig ließ. Immerhin gab es unvergessliche Erlebnisse, den Grundstein für neue Sportaktivitäten und Kontakte in der ganzen Welt. Manche BASG'ler treffen sich ja inzwischen bei Volleyballturnieren häufiger als auf den Göttinger Treffen. Und die nächste Olympiade klopft schon an die Tür, Barcelona ist Schnee von gestern. Vom 17. bis 24.06.94 werden die Vierten Gay Games stattfinden, es folgt am 25.06.1994 wahrscheinlich die größte Schwulenparade, die New York City jemals gesehen hat. Was würdet Ihr davon halten, wenn wir mit unseren Städteteams und örtlichen Sportvereinen mit nach New York fahren und z. B. bei der großen Abschlussparade uns als BASG etwas ausdenken (Verkleiden, Kostüme, Wagen mieten, Aktionen ...)? Wenn wir schon nicht im Inland auf die Straße gehen, warum dann nicht mal in Übersee? Ich werde auf jeden Fall hinfahren und würde mich freuen, wenn wir da was zusammen hinkriegen würden. Interessenten oder Leute mit guten Ideen sollen sich doch bitte bei mir melden, wir können dann ja mal im Dezember darüber reden, wenn wir HOMOLULU erfolgreich hinter uns gebracht haben. Achim K.

Leserbriefe
TW Neurologie Psychiatrie Nr. 3/92:
"Homosexualität und Neurose" Leitartikel von Dr. H. B. Flöttmann über seinen Standpunkt zum Thema Homosexualität unter psychiatrischen Aspekten (zit. in BASG News 2/92)

Wissenschaftlicher "Verhältnisblödsinn"
In der TW Neurologie Psychiatrie Nr. 3 vom März 1992 haben Sie einen Leitartikel mit dem Titel "Homosexualität und Neurose" veröffentlicht. Das Bemerkenswerte an diesem Vorgang ist weniger, dass der Autor, Herr Dr. Flöttmann, ein von keiner Sach- und Literaturkenntnis zeugendes Papier über die Homosexuellen und die Homosexualität verfasst hat, sondern vielmehr, dass eine solche Arbeit in einer Zeitschrift erschienen ist, die doch vermutlich den Anspruch erhebt eine wissenschaftliche Sachpublikation zu sein.
Herrn Flöttmanns private Auffassungen über die Homosexualität sagen allenfalls etwas über ihn selbst, nicht aber über die Homosexuellen aus. Dass Herrn Flöttmann beispielsweise kein Homosexueller bekannt ist, der in der Lage ist, auf Dauer treu zu sein, mag ihm vielleicht ein Problem sein. Daraus aber abzuleiten, es gäbe ihn nicht, grenzt an wissenschaftlichen "Verhältnisblödsinn", der auch nicht dadurch entschuldigt wird, dass die Theoriebildung zur Homosexualität über lange Zeit von solcher Privatempirie zehrte.
Nun wäre der Kollege Flöttmann durch eine kompetente Redaktion leicht davor zu bewahren gewesen, seine im Gestus von "Hier stehe ich und kann nicht anders" vorgetragene Inkompetenz in der Frage der Homosexualität, und übrigens auch in der des Verhältnisses von Moral und Krankheit und der Aufgabe der Psychiatrie, der Fachöffentlichkeit kundzutun. Mit der Entscheidung indes, eine solche Arbeit als Leitartikel zu veröffentlichen, machen sie sich mit seinen Ansichten gemein. Dies wirft ein durchaus trübes Licht auf Ihr Blatt.
Die Bewertung der Homosexualität als Krankheit hat mehr als ein Jahrhundert lang die Legitimation geliefert, an Homosexuellen, ohne Rücksicht auf die körperlichen und seelischen Folgen, somatische und psychotherapeutische "Heilungs"-Versuche zu verüben. Um die Homosexualität zum Verschwinden zu bringen, war Ärzten und Psychologen dabei jedes Mittel recht, vom verstümmelnden Hirneingriff bis zur psychoanalytischen Kur. Anlässlich der Streichung der Diagnose Homosexualität, die von den Herausgebern der deutschen Fassung der ICD-10 zurecht als eine "diskriminierende" Diagnose (ICD-10, S. 18) bezeichnet wird, wäre ihren Lesern ein Leitartikel zu wünschen gewesen, der diese unheilvolle Geschichte nicht ignoriert. Diese Chance haben Sie vertan. Statt dessen die dümmliche These des Herrn Flöttmann, dass die Homosexualitäts-Diagnose nur deshalb gestrichen wurde, weil es den Psychiatern an Mut fehle, die Homosexuellen als krank zu bezeichnen, zu verbreiten, zeugt entweder von völliger Unkenntnis oder blankem Zynismus. Ulrich G. für den Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule im Gesundheitswesen, Ärzte und Therapeuten e.V., Berlin

 

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THEMEN DER 38. TAGUNG (März 1991) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 37. TAGUNG (Dezember 1990) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 36. TAGUNG (September 1990) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 35. TAGUNG (Juni 1990) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 34. TAGUNG (März 1990) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 33. TAGUNG (Dezember 1989) Zum Anfang der Seite
 

 

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THEMEN DER 29. TAGUNG (Dezember 1988) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 28. TAGUNG (September 1988) Zum Anfang der Seite
 

 

Tagung Homosexualität und Gesundheit in Frankfurt/M (Juni 1988) Zum Anfang der Seite

Die Sommertagung im Waldschlößchen fiel zugunsten der Tagung "Homosexualität und Gesundheit" in Frankfurt/M vom 15-19.Juni 1988 aus.

Aus dieser nicht gezählten Tagung resultiert eine Verschiebung in der Nummerierung bei sonst 4 Tagungen im Jahr: (+1)

 

THEMEN DER 27. TAGUNG (März 1988) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 26. TAGUNG (Dezember 1987) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 25. TAGUNG (September 1987) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 24. TAGUNG (Juni 1987) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 23. TAGUNG (März 1987) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 22. TAGUNG (Dezember 1986) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 21. TAGUNG (September 1986) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 20. TAGUNG (Juni 1986) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 19. TAGUNG (März 1986) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 18. TAGUNG (Dezember 1985) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 17. TAGUNG (September 1985) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 16. TAGUNG (Juni 1985) Zum Anfang der Seite
Gründung der Balintgruppe

 

THEMEN DER 15. TAGUNG (März 1985) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 14. TAGUNG (Dezember 1984) Zum Anfang der Seite
 

 

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THEMEN DER 12. TAGUNG (Juni 1984) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 11. TAGUNG (März 1984) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 10. TAGUNG (Dezember 1983) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 9. TAGUNG (x 1983) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 8. TAGUNG (x 1983) Zum Anfang der Seite
 

 

THEMEN DER 7. TAGUNG (Januar 1983) Zum Anfang der Seite
Veranstaltungsort
Treffen im Waldschlösschen bei Göttingen. Seither finden alle Tagungen dort statt.

 

THEMEN DER 6 A. TAGUNG (Oktober 1982) - ein noch kurioseres zweites 6. Treffen! Zum Anfang der Seite
Veranstaltungsort
Waldschlösschen bei Göttingen

 

THEMEN DER 5 A. TAGUNG (Juli 1982) - ein kurioses zweites 5. Treffen! Zum Anfang der Seite
Veranstaltungsort
Neversdorf bei Hamburg

 

THEMEN DER 6. TAGUNG (März 1982) Zum Anfang der Seite
Veranstaltungsort
Neversdorf bei Hamburg

 

THEMEN DER 5. TAGUNG (Dezember 1981) Zum Anfang der Seite
Veranstaltungsort
Waldschlösschen bei Göttingen

 

THEMEN DER 4. TAGUNG (X 1981) Zum Anfang der Seite
Veranstaltungsort
Thomasberg

 

THEMEN DER 3. TAGUNG (Mai 1981) Zum Anfang der Seite
Veranstaltungsort
Waldschlösschen bei Göttingen

 

THEMEN DER 2. TAGUNG (Januar 1981) Zum Anfang der Seite
Veranstaltungsort
Treffen fand in der psychiatrischen Universitätsklinik in Hamburg statt.

 

THEMEN DER 1. TAGUNG (X 1980) Zum Anfang der Seite
Veranstaltungsort
Erstes Treffen in Berlin "am Lützowufer".

 

Gründung der BASG auf dem Berliner Gesundheitstag 1980 Zum Anfang der Seite

Veranstaltungsort
Gründungstreffen in Berlin "am Lützowufer" im Rahmen des Berliner Gesundheitstages.

 

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